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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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Seite
102
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fass ohngefähr einen Zoll tief; oder in eine mit Wasserangefüllte kleine Vorlage, so dass er das Wasser nureben berührt, 'wobei die Fugen nur mit Papier verklebtzu werden brauchen. Man giebt sodann ein gradweise jverstärktes Feuer, bis endlich die Capelle massig glühet.Mit diesem Grade des Feuers hält man noch eine Stundeund so an, dass man die letzte halbe Stunde oben auf denSand noch glühende Kohlen legt. Nachdem dann die ;Gefässe erkaltet sind, klopft und kehrt man das im Halsehängende Quecksilber ins Wasser, trocknet es dann undwägt es, um den Gehalt der Erze genau berechnen zukönnen. |

Will man ein geschwefeltes Quecksilber blos auf Zin- [nober probiren: so reibt man es klein, trocknet es ge-linde und sublimirt sodann ohne Zusatz, in einem engen jgläsernen, tief in Sand gestellten, obervvärts leicht ver-klebten, nur auf ein Drittel angefüllten Kolben, beigeschwindem Feuer den Zinnober, welchen es enthält.

Bei diesen Proben bleiben die dem Quecksilber beige-'mischten feuerbeständigen metallischen Substanzen, sowie die beigemengten Erden und Gesteine auf dem Bodender Retorte liegen.

2 . Quecksilberprobe auf dem nassen Wege.

Das Schwefclcpiecksilber lässt sich auf nassem W r egedadurch am besten probiren, dass man cs mit 8 mal soviel Königswasser, welches aus dreiTheilenSalpetersäureund einem Theile Salzsäure besteht, kocht. Das Queck-silber wird aufgelöst, der Schwefel zum Tlieil ausgeschie-den als solcher, zum Tlieil aber auch in Schwefelsäure