gen muss. Ausserdem ist man bei den gewöhnlichen Pro-ben, in welchen, durch alkalische Zuschläge, Schwefel-lebern erzeugt werden, nie von dem Gehalte vergewissert,der in den Schlacken aufgelöst bleibt , und auch bei an-deren Zuschlägen ist man in den wenigsten Fällen gewiss,dass sich aller metallische Gehalt rein aus den Schlackenabgeschieden hat. Es ist deshalb gut und auch nothwen-dig, die Probe auf dem nassen Wege auch anzu-stellen, und beide Wege immer mit einander zu verbin-den , um auf sichere Resultate zu kommen.
Das auf nassem Wege zu probirende Erz muss feingepiilvert und gewaschen werden. Man behandelt eshierauf mit einem schicklichem Auflösungsmittel, undsucht überhaupt, je nachdem das Erz von verschiedenerBeschaffenheit ist, auch mittelst verschiedener angemes-sener Solutions- und Präcipitations-Mittel, durch Solu-tionen und Präcipitationen seinen Zweck zu erreichen.
Da man endlich, je nachdem die Proben ausfallen,sich zum Bau und zur Errichtung der Schmelzhütten imGrossen entscHiesst, welches immer sehr bedeutende Ro-sten verursacht: so thut man wohl, wenn man noch einegrössere Probe von zehn oder zwölf wirklichen Pfundenmacht. — Ueberhaupt wäre es auch fiir manche Probensehr vortheilkaft, sie in grösseren, als in den gewöhnli-chen Mengen vorzunehmen, da, wie z. B. bei den Eisen-proben , mit einem kleinen Korne wenig entscheidendeVersuche über die Güte des Eisens sich anstellen lassen.