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Technisch-chemisches Handbuch der Erforschung, Ausscheidung und Darstellung des, in den Künsten und Gewerben gebräuchlichen, metallischen Gehalts der Mineral-Körper : unter steter Berücksichtigung sämmtlicher, bis jetzt in der Chemie gemachten Erfahrungen; zum Selbststudium, besonders für angehende Hüttenbeamte, Cameralisten etc. ...
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pflegt man Schachtöfen zu nennen. Der Name die-ser Oefen rührt wohl daher, dass man die zu erhitzendenKörper mit Kohlen schichtweise in sie hineinbringt. InDeutschland bedient man sich als Brennmaterial bei die-sen Oefen der Holzkohlen, da wir der Sleinkolilen soviele nicht haben, und dieserhalb sind aber auch dieSchachtöfen bei uns viel häufiger, als z. B. in England,wo man zwar sehr viel Steinkohlen hat, aber auch nunsich lieber und häufiger der Flammöfen bedient, um dieSteinkohlen nicht erst ausgliihen zu müssen. Uebrigensist es nicht zu läugnen, dass sich in Schachtöfen eineweit stärkere Hitze, als in den Flammöfen hervorbringenlässt. Die wesentlichsten Theile solcher Schmelz- oderSchachtöfen sind: 1 . der Schacht, in welchem die

Erze mit den Kohlen und Zuschlägen zu liegen kommen.Er ist mehrentheils rund, und hat die Gestalt zweier mitdem Grunde aneinandergefügter Kegel, ist oben etwas en-ger, erweitert sich gegen die Mitte, und läuft gegen denHeerd zu wieder enger zusammen. Der Anlauf vomHeerde bis zu der mittleren grössten Weite heisst dieRas t. Oben erhält der Schacht eine Erweiterung zumEinträgen, welche die Gicht genannt wird. 2 . Deruntere Theil des Schachtes, in welchem sich das ge-schmolzene Erz sammelt, heisst der Heerd; er hat ent-weder die Form eines Tiegels, oder ist gerade und eben,aber immer weit enger als der Schacht. 3. An der hinte-ren Wand über dem Heerde ist eine Oeffnung für dieBälge, in welche die Form zu liegen kommt, welche dieRüssel der Bälge aufnimmt; dieser Platz ist mit demFormgewülbe geschlossen. 4. An der vorderen Seite des