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PhoSphorescenz durch Erwärmung.
Wesentlich hiervon verschieden scheinen diejenigen Erscheinun-gen von PhoSphorescenz zu sein, die ohne merkliche chemische Ver-änderungen in den Körpern zu bewirken, bei der Erwärmungeintretcn. Eine Menge von Körpern besitzt die Eigenschaft, er-wärmt dieses stille Leuchten ohne Verbrennung, das wir Phos-phoresccnz nennen, hervorzubringen. Unter diesen gehört der Fluß-spath zu den vorzüglich ausgezeichneten, indem er schon bei 55^Rcaum. leuchtet, und nach Verschiedenheit der einzelnen Stückeein violettes, grünes oder gelbes Licht ausscndet. Bei einigen Fluß-spathcn ist die Farbe des Lichtes bei erheblicher Wärme grün undgeht beim Abkühlen ins Violette über. Auf einen heißen Ofengelegt sieht man ihn fast allemal leuchten, jedoch ist dieses Licht,wie alle diese Phosphorescenzen, nur im Dunkeln kenntlich. Diesehr zahlreichen Versuche von Heinrich*) zeigen, daß es sehrviele Mineralien giebt, die erwärmt wenigstens ein schwaches Lichtgeben, jedoch oft so schwach, daß nur das lange im tiefsten Dunkelverweilende Auge empfindlich genug ist, um es wahrzunehmen.Unter den uns täglich verkommenden Körpern leuchten Eierschalenauf einer heißen Mctallplatte grünlich und bei geringerer Hitze gelb,Austcrfchalen grünlich, Bernstein sehr glänzend u. s. w.
PhoSphorescenz durch Bestrahlung.
Eine vorzüglich merkwürdige Art der PhoSphorescenz ist diedurch Bestrahlung. Manche Körper nämlich haben die Fähigkeit,nachdem sie der Sonne ausgcsetzt gewesen, nachdem sie ihre Strah-len gleichsam eingesogen haben, lange Zeit im Dunkeln Lichtauszusenden. Einige Diamanten besitzen diese Eigenschaft in sohohem Grade, daß sie wenige Secunden den Sonnenstrahlen aus-gesetzt, eine Stunde lang, und selbst unter Wasser, sich im Dun-keln leuchtend zeigen; aber nur wenige besitzen diese Vollkommen-heit des Leuchtens. Wenn man Diamanten den blauen Licht-strahlen ausgesetzt hat, so zeigen sie sich besser leuchtend, als wenn
ch Die PhoSphorescenz der Körper von P. Heinrich, Nürnberg,1811 , 1812 , 1815 , 1820 .