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das Hervorgehen der Complementarfarbcn hervor, wie beim zurück-gcworfenen Lichte, aber immer auf die entgegengesetzte Weise.Das hier erscheinende durchgelassene Licht ist zwar immer nur.wenig gefärbt, weil das gesummte rcflecticte Licht doch nur einengeringen Theil des vorhandenen Lichtes ausmacht, das durchgegan-gene Licht also viel weiße Strahlen enthalt; aber die Färbung istdeutlich genug, um den neulich schon ausgesprochenen Satz zu be-stätigen, daß da, wo gar kein Licht reflectirt wird, alles Licht durch-geht, statt daß hier in dem Falle da ein Antheil grünen Lichtes re-flcctirt wird, sich in dem durchgehenden ein deutlicher Ueberschußan violettem Lichte zeigen muß, und wo violettes Licht zurückge-worfen wird, das durchgelasscne Licht grünlich ist.
Um diese auffallende Erscheinung, daß das farbenlofe Eyps-blättchen farbig wird, genauer kennen zu lernen, wollen wir nochfolgenden Versuch anstellen. Wenn man den zweiten Spiegelwegnimmt und an dessen Stelle einen Doppelspath, dessen gegenI' 1 gekehrte Flache bedeckt ist und nur durch ein einziges Löchelchendem Lichtstrahle Zutritt laßt, so befestigt, daß der vom erstenSpiegel kommende Strahl seine Oberfläche senkrecht trifft; so siehtman, das Gypsblattchcn mag ganz fehlen oder seine Hauptliniemag mit der ersten Neflexions-Ebne parallel oder auf sie senkrechtsein, auch durch den Doppelspath keine farbigen Bilder. Jeneseine Löchelchen nämlich erscheint in den eben angeführten drei Falleneinfach, wenn der Hauptschnitt des Erystallcs parallel mit der erstenZurückwcrfungs-Ebne oder auf sie senkrecht ist; es erscheint dop-pelt, wie wir es beim Doppelspath gewohnt sind, aber ohne Fär-bung, wenn der Hauptschnitt eine schiefe Stellung gegen jene Ebnehat. Aber diese Farbenlosigkeit hört sogleich auf, wenn das Gpps-blattchen eine andre Stellung, verschieden von jenen beiden Stel-lungen hat, und am besten treten die Farben der Bilder auch indiesem Falle hervor, wenn die Hauptlinic des Blättchens, das ist,die Mittellinie zwischen feinen Axcn, 45" gegen jene Zurückwcr-fungs - Ebne geneigt ist. Bleibt hier noch immer der Doppelspathan der Stelle des zweiten Spiegels, und empfangt er das Lichtdurch ein einziges in der Bedeckung seiner Vorderseite gemachtesLöchelchen; so sieht man nun bei jeder Stellung des Doppclfpathesein doppeltes Bild, das aber seine Farben bei ungleicher Stellung