Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
317
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Gesetze, als hieran nothwendig geknüpft, nachgewiesen hat, undes laßt sich wohl entnehmen, daß ein in der Lage der Theilchenliegendes Gesetz der Anziehung diese Gesetze der ungewöhnlichenBrechung noch genauer begründen könnte. Aber warum sind nureinige Lichttheilchen dieser Kraft ausgcsetzt? Die Beantwortungdieser Frage ist offenbar mit der zweiten Frage sehr nahe verbunden,warum die bestimmte Lage eines zweiten Crystalles, die schon durcheinen Erystall gegangenen Strahlen zu ungleichen Brechungenveranlaßt. Schon Newton hat geäußert, cs müsse hier aufEigenschaften ankommen, die der einen Seite des Strahles andersals der andern Seite eigen sind, und Biot hat diese Ansicht, diein neuern Zeiten noch auf andre Weise neue Stützen fand, sehrvollständig ausgebildet. Ich glaube die Hauptbestimmungcn seinerAnsicht in folgende Darstellung fassen zu können.

Obgleich wir von der Gestalt und sonstigen Beschaffenheitder Lichttheilchen so wenig wissen, so finden wir uns doch hier gcrnöthigt, ihnen eine durch bcsondre Eigenschaften ausgezeichneteAxe beizulegen. Die im gewöhnlichen Sonnenstrahls oder in andernLichtstrahlen zu uns gelangenden Lichttheilchen haben diese Axenach den mannigfaltigsten Richtungen gewandt, und behalten auchdiese mannigfaltigen Richtungen bei der Brechung in den einfachbrechenden Körpern; die doppelt brechenden Körper aber besitzen dieEigenschaft die Axen der Lichttheilchen in bestimmte Richtungenzu zwingen, die Lichttheilchen zu polarisircn. Wenn man sichdurch den Weg des Strahles im Innern des Körpers und dieAxe der Crystalltheilchcn, die der Strahl trifft, eine Ebne gelegtdenkt, so laßt sich das Verhalten des Strahles bei den wiederhol-ten Brechungen aus der Voraussetzung erklären, daß die Lichttheil-chen des im doppelt brechenden Erystall gewöhnlich gebrochenenStrahls ihre Axen in dieser Ebne haben, statt daß die Axen derden ungewöhnlich gebrochenen Strahl bildenden Theilchen senkrechtgegen die durch die Bahn des ungewöhnlichen Strahles und dieAxen der Crpstalle gelegte Ebne sind. Der Erystall muß alsoeine Kraft besitzen, die Lichttheilchen aus ihrer ganz verschiedenenStellung in jene zwei geordnete Stellungen zu bringen, und dieLichttheilchen müssen sogleich beim Eintritte in den Erystall dieseStellungen annehmen, welche sie dann nicht nur beim Fortgange