Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
304
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des Crystalles kennen zu lernen, daß man ihn so schneidet, daßdas senkrecht auf die Ebne 8 LI nach 8 sehende Auge nur eineinfaches Bild der Gegenstände erhalte, welches allein dann derFall ist, wenn die Senkrechte 8 6 mit der Axe zusammcnfallt,oder allen Axen der Crpstallthcilchen parallel ist. Sind beide Ober-flächen auf diese Are senkrecht, so zeigen sich die Erscheinungendes zweiten Bildes bei schief cinfallcnden Strahlen nach allen Rich-tungen um die Axe vollkommen gleich.

Eine ebensolche Axe, welche die Eigenschaft hat, daß die mitihr parallel im Innern des Crystalles fortgehendcn Strahlen keineZerspaltung in zwei Strahlen leiden, findet man auch bei anderndoppelt brechenden Crystallen; aber nicht bei allen Ast der, unge-wöhnlich gebrochene Strahl der von der Axe entferntere, dergleichsam von ihr abgestoßcne, sondern in einigen z. B. im Berg-crystall, liegt er der Axe naher als der gewöhnlich gebrochene, sodaß man ihn als angezogcn ansehcn müßte.

Um die Gesetze zu bestimmen, wie die Brechung von derLage dieser Axe abhängig ist, muß man die Crystalle in verschiede-nen Richtungen zerschneiden lassen, damit man die dann hervor-gehcndcn Phänomene wahrnchmen könne. Außer derjenigen Thei-lung, bei welcher die Ebnen beider Schnitte auf die Axe senkrechtsind, ist diejenige die merkwürdigste, wo beide Schnitte mit derAxe und unter einander parallel sind. Am belehrendsten sind hierdie zwei Falle, wo entweder der cinfallende Strahl in einer durchdas Einfallsloth gelegten, mit der Axe parallelen, oder in einerauf sie senkrechten Ebne liegt. Es sci^,6 (8iF. 129.) diese Axeund der Lichtstrahl IK liege so, daß er sich in einer durch K8und KLI senkrecht auf ^6 gelegten Ebne befinde; so bleibt derungewöhnlich gebrochene und der gewöhnlich gebrochene Strahl ineben dieser durch LI KI oder LIK8 gelegten Ebne, aber der Winkel,den der ungewöhnlich gebrochene Strahl KL mit dem Einfalls-lothe KK macht, ist größer als der, den der gewöhnlich gebrocheneKO mit KK macht, und in diesem Falle, nämlich wenn dieEbne. LI KI senkrecht auf die Axe ist, haben sowohl die Sinus derWinkel IKLI, OKK, als die Sinus der Winkel IKLI, LKNein bei allen Einfallswinkeln gleich bleibendes Verhältnis. DiesesVerhältnis wird bei jenen durch I zu 9,604 oder 1,656 zu I,