daher kann man bei Metallen und andern Körpern, die eine großeBrechungskraft zu besitzen scheinen, keinen Gebrauch davon machen;aber einige Anwendungen finden doch statt. Malus hat diesam Wachs gezeigt, besten Brechungskraft man im flüssigen Zu-stande, wo es durchsichtig ist, untersuchen kann, und das man aucherhärtet, als undurchsichtigen Körper, an die Hinterseite des Pris-ma's anbringen, und nun den Winkel, bei welchem die volle Re-flexion anfangt, beobachten kann. Berechnet man aus dem letztemVersuche die Brcchungskrast des undurchsichtigen Wachses, so findetman sie von der des flüssigen nur soviel, als die etwas veränderteDichtigkeit fordert, verschieden.
Zurückwerfung des Lichtes. Ungleiche Zustände derLichttheilch eil.
Von diesen so schönen Folgerungen aus der bei der Brechungstatt findenden Anziehung der Körper auf die Lichttheilchen gehe ichzur Erklärung der Zurückwerfung der Lichtstrahlen an den Spiegelnüber, die nicht so einfach, als der Emistionstheorie entsprechend,nachgewiesen werden kann. Zwar hat man sich oft genug begnügt,die feinen Lichttheilchen als den Gesetzen der Elasticitat gemäß vonder vollkommen ebenen Oberfläche des Spiegels zurückgeworfcndarzustellen; aber diese Vorstellung thut nicht einmal der Spiege-lung auf der Vorderfläche des harten oder dichteren Körpers Ge-nüge, und noch weit weniger der Spiegelung ander Hinterfläche,wo sie doch immer wenigstens im schwachen Grade statt findet.Selbst für die Vorderfläche nämlich findet der wichtige Entwurfstatt, daß wir aus andern Gründen gcnöthigt sind, die Lichttheil-chen so fein anzunchmcn, daß die Politur unsrer Spiegel dagegen,als immer noch große Unebenheiten darbietcnd, anzusehen ist.Daß aber jedes Hineintreffen zwischen die Thcile der Vorderflächeein Zerstreuen der Lichtstrahlen bewirken müsse, ein Abweichen vondem genauen Gesetze der Zurückwerfung an einer geometrisch voll-kommenen Ebene, das ist wohl klar 'genug. Wahr ist cs freilich,daß selbst der schönste Spiegel nicht alles Licht zurückwirft, daß nurwenig über die Hälfte den Gesetzen der Reflexion folgt, und allesübrige also theils zerstreut zurückgeworfen wird, theils in den festenKörper eindringt und verlohren geht; aber es scheint dennoch, daß