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ec von Brechung der Lichtstrahlen abhängt, daß die ungleiche Bre-chung der Lichtstrahlen seine Farben hccvorbringt, das laßt sich ei-nigermaßen vcrmuthcn, und daß Megcntropfen erforderlich sind,um ihn hcrvorzubcingen, ist aus der Erfahrung wohl bekannt, in-dem er mir erscheint, wenn da, wo es regnet, zugleich die Sonnescheint.
Indem die Sonne auf die herabfallendcn Regentropfen scheint,werden ohne Zweifel die allermeisten Strahlen von diesen kleinenWassermassen durchgelassen, und wir sehen daher dis Sonne auchdurch den herabsallenden Regen; aber einige Sonnenstrahlen wer-den von den Tropfen zurückgeworfen, welches uns schon in der sehrmerklichen Schwächung des durchgelasscnen Sonnenlichtes kenntlichwird, und auch ja mit andern Erfahrungen an durchsichtigen Kör-pern übcreinstimmt. Diese Zurückwerfung findet hier, wie fastbei allen durchsichtigen Körpern, theils an der Vorderflache, theilsan der Hinterfläche statt; aber daß sich uns in einer bestimmtenEntfernung von der Sonne eine so lebhafte Erleuchtung zeigenmuß, wie sie sich uns im Regenbogen darbietet, das ist es, waswir naher müssen nachzuweisen suchen.
Entstehung des Hauptregenbogens.
Wenn sj?i^. 1»U.) .LL einen kugelförmigen Regentropfenverstellt, auf welchen Sonnenstrahlen nach der Richtung 8/^, sveinfallen, so ist eS offenbar, daß der bei ^ cinfallende Strahl, weiler grade gegen den Mittelpunkt gerichtet ist, ungebrochen bis 1sdringt, und dort theils ungebrochen hervordringt, theils in sichselbst zurückgeworfen nach ^ und 8 gelangt. Ein bei I) cinfallendcrStrahl wird die Hintere Seite des Tropfens in 12 so erreichen, daß121s kleiner als ,11) ist, und der zurückgeworfcne Theil des Strah-les wird nach 121>' zurückgeworfen bei 12 gebrochen, nach t gelangen,jedoch wird so nur em geringer Theil des einfallenden Lichtes nachr gelangen, also ein dort sich befindendes Auge auch nur einenschwachen Licht-Eindruck erhalten können. Diese Bemerkung, diemit dem Entstehen eines so schönen glänzenden Phänomens wieder Regenbogen im Widerspruch zu stehen scheint, ist gewiß richtigin Beziehung auf das von dis O entfallende Licht, welches, wiedie divergirenden Richtungen der Linien -V8, 1't zeigen, zer-