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2 (1831)
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Diesem Mangel könnte man abhclfen, wenn man zwei Körperfände, in welchen zufällig die Zerstreuung der einzelnen Farbengenau einander gemäß wäre; und dies ist einer der Gründe, warumBlair und später Varlow Versuche gemacht haben, eine mitFlüssigkeit gefüllte Linse der Glaslinse beizufügen, weil uns hiereine größere Mannigfaltigkeit zur Wahl offen steht und Mischun-gen verschiedener Flüssigkeiten vielleicht so ungeordnet werden könn-ten, daß sie jenen Zweck, alle Farben zugleich zu zerstören, erfüll-ten. In der neuesten Zeit ist vorzüglich der Schwefel - Alkoholoder Schwefelkohlenstoff hiezu empfohlen und als dem Zwecke sehrentsprechend gerühmt worden; auch hat Blair besonders sich be-müht zu zeigen, daß man die Veränderungen, die solche Flüssigkei-ten etwa erleiden könnten, bei völlig fester Einschließung nicht znfürchten brauche. Jndeß ist es mir noch nicht hinreichend bekannt,ob die Proben, die man mit diesen Flüssigkeiten angestellt hat, mithinreichend großen Objektiven und mit starker Vergrößerung angc-stellt sind; und Fraunhofers Bemerkung, daß eine kleine Tem-peratur-Aendcrung allemal das Bild im Fernrohre bei Anwendungvon Flüssigkeiten etwas trübe, weil die erkaltenden und die nochnicht erkalteten Theilchcn das Licht ungleich brechen, scheint mir sowichtig, daß ich den Zweifel, ob auch wohl Blair und Barlowihre Prüfungen mit der Strenge angestellt haben, die Fraunho-fer anzuwenden gewohnt war, noch nicht für gehoben halte.

Jener kleine Rest von Farben, den man bei Anwendungzweier Glaser nicht wcgschaffen kann, läßt sich heben, wenn mandreifach zusammengesetzte Linsen anwcndet; aber diese dreifachenObjective, die man früher (besonders wegen der aus der sphärischenGestalt entspringenden Abweichung) empfahl, scheinen doch, weil anden vielen Oberflächen viel Licht verlohren geht, nicht zweckmäßigzu sein, und Fraunhofers große Fecnröhre zeigen, daß manauch ohne diese Zusammensetzung etwas höchst Vortreffliches liefernkann. Um aber doch einen hiebei noch wichtigen Umstand nicht zuübergehen, muß ich einen Augenblick bei der zweiten Abweichung,die nämlich von der Kugelgestalt hcrrührt, verweilen. Sie erinnernsich, daß, ebenso wie bei großen kugelförmigen Hohlspiegeln statteines Brennpunktes eine Brennlinie entstand, auch bei Linsenglä-sern , wenn sie erheblich groß werden, wenn die Oeffnung des Ob-

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