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2 (1831)
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fallenden Strahlen zu verhindern; wo dieses schwarze Pigmentfehlt, welches bei den Kakerlaken, deren Pupille daher roth aus-sicht, der Fall ist, da ist das Auge durch ein etwas stärkeres Lichtleicht geblendet; > ein Nachtheil, den jenes schwarze Pigment be-seitiget. Um dieser Blendung durch stärkeres Licht, welche auchbei gesunden, mit jenem schwarzen Pigment gehörig versehenenAugen statt finden kann, wenn das Bild im Auge von allzu zahl-reichen Lichtstrahlen hervorgebracht wird, zu begegnen, dient diemerkwürdige Einrichtung der Iris oder Regenbogenhaut, daß siedie Pupille, die schwarze Hoffnung des Auges, erweitern oder ver-engern kann. Sobald nämlich ein zu starker Lichtreitz die Netzhautdes Auges trifft, so verengert sich die Oeffnung der Pupille undvermindert dadurch die Menge der eingelassenen Strahlen, folglichauch die Erleuchtung des Bildes im Auge und den damit verbunde-nen Lichtreitz auf die Netzhaut. Im Dunkeln dagegen erweitertsich die Pupille, um dem Bilde alle die Erleuchtung, die es durchVermehrung der gesammelten Strahlen erhalten kann, zu gewäh-ren. Von dieser ungleichen Ocffnung der Pupille hängt cs ab,daß wir, aus einem sehr erhellten Raume in einen dunkeln eintre-tend , fast gar nichts erkennen, aber nach einiger Zeit die schwacherhellten Gegenstände deutlicher gewahr zu werden anfangcn. Eswar nämlich bei unscrm Eintritte in die Dunkelheit die Pupille soverkleinert, daß sie nur wenige Lichtstrahlen cinlicß, und daherdurch die matt erleuchteten Gegenstände, die auf diesen kleinenRaum allzu wenig Licht senden, kein hinreichend lebhaftes Bildhervorgebracht werden konnte; aber beim Verweilen in der Dun-kelheit wird die Pupille größer und daher das Bild im Auge bessererleuchtet, obgleich die Gegenstände immer Mur noch gleich viel Lichtaussenden. In dieser Ungleichheit der Pupille liegt offenbar auchein Grund, warum unser Auge über den Grad der Erleuchtung einesGegenstandes kein strenges Urtheil besitzt,weil gleiche Erleuchtung beiverschiedenen Zuständen des Auges uns ungleich erscheinen muß. Ue-berdies auch ist die Reitzbarkeit unsrer Sehencrvcn nicht immer gleich.

Zu den Nebcntheilen des Auges gehören noch die Mus-keln, welche die Bewegung des Auges bhwirken, indem dieseitwärts gerichtete Bewegung durch eine Dehnung des einen undVerkürzung des andern Muskels, die das Seitwartsziehen bcwir-