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der wichtigste Theil des Auges, liegt, aber jener schwarze Kreisselbst ist nur die Oeffnung in der Regenbogenhaut. Das Auge istalso, sofern wir cs hier, in Beziehung aus die Haupt-Umstandedes Sehens, zu betrachten nöthig haben, vorne durch die kugel-förmig gebildete Hornhaut I?, hinten durch eine die ganze Höh-lung kill bekleidende Nervenhaut begrenzt. In dieser Höh-lung befindet sich zwischen der Hornhaut und der Linse I die wässe-rige Feuchtigkeit, die das Licht ungefähr in eben dem Maaße wieWasser bricht, hinter der Linse und bis an' den Boden des Augesist der Raum mit der glasartigen, einem durchsichtigen Gallertgleichenden Flüssigkeit ausgcfüllt; die Linse selbst aber ist ein con-sistenter, durchsichtiger Körper, der an seiner vorderen Seite mitetwas flacherer, an seiner hintern Seite mit etwas stärkerer Wöl-bung in der That eine Linsensorm darstellt, und das Licht etwasstärker als die beiden an ihm anliegenden Feuchtigkeiten bricht.
Indem nun die Lichtstrahlen aus die Hornhaut und durch siean die wässerige Feuchtigkeit gelangen, werden sie gegen die Axedes Auges zu gebrochen, und zwar so, daß sic etwa 12 Linien hin-ter der Hornhaut ein Bild sehr entfernter Gegenstände darstellcnwürden, wenn nicht die Linse sie stärker bräche; beim Eintritt indie Linse und beim Austritt aus der Linse werden sie zu einer grö-ßer» Convcrgenz- gebracht, so daß sie etwa 8 Linien hinter der Linse,das ist, etwa 114 Linien hinter der Hornhaut sich zu einem Bildevereinigen. Grade hier aber, und dieses mit so großer Genauig-keit, als es die Abmessung der Krümmung der Hornhaut und derLinse zu bestimmen gestattet, befindet sich der mit der Nervenhautoder Netzhaut bedeckte Boden des Auges, der also dieses Bildaufnimmt. Die aus dem Sehenerven ausgehende Netzhaut imAuge muß also ohne Zweifel dadurch, daß sie durch die auffallendenLichtstrahlen gereizt wird, der Seele die Vorstellungen, die wirdem Gesichte zuschreiben, zuführen. Daß jene optischen Bilder deräußere Grund dieser Vorstellungen sind, daran ist kein Zweifel,indem die ganze Einrichtung des Auges beweist, daß die'Darstel-lung dieses Bildes der Zweck der ganzen Anordnung des Organesist; indem die künstlichen Mittel, die dieses Bild deutlich und be-stimmt machen, uns auch den Eindruck eines deutlichen Sehensgewähren, und Fehler des Auges, durch welche das Bild undeut-