Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
97
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Spiegeln zu besitzen pflegt, doch wohl verdienten, daß wir einenAugenblick dabei verweilen. Es läßt sich leicht übersehen, daß imCylinderspicgcl der grade vor dem Spiegel stehende Gegenstand inder Richtung, welche mit der Axe des Cylindcrs zusammenfallt,so wie im ebnen Spiegel, dagegen in der darauf senkrechten Rich-tung verkleinert wie im Kugelspiegel, erscheinen muß. Die Ge-genstände erscheinen also nicht im richtigen Verhältnis; ihrer Theile,und dies ist noch weniger der Fall, wenn sie seitwärts von demauf den Spiegel sehenden Beobachter liegen. Ein vor dem Cylin-dcrspicgcl liegendes in richtigen Verhältnissen gezeichnetes Bild gibtdaher ein verzerrtes Spiegelbild, und umgekehrt muß man ein nack-bestimmten Regeln unrichtiges, verzerrtes Bild zeichnen, wenn csim Spiegel in richtigen Verhältnissen erscheinen soll. Die Regeln,nach denen diese Zeichnungen verfertigt werden, sind ziemlich ver-wickelt, und ich will daher bei ihnen nicht verweilen, sondern dieviel leichteren Regeln der Zeichnung für den Kegelspicgel angeben.

Wenn man oberhalb des Kegclspiegcls (b2>-. 4<i.) das

Auge in der verlängerten Axe, in O halt, so steht man alle umdie Grundfläche des Kegels herum liegenden Puncte abgespiegelt,und ihr Bild erscheint ungefähr so, als ob die gespiegelten Gegen-stände auf dieser Grundfläche selbst ausgezeichnet wären. Willman nun einen Gegenstand, einen Kopf zum Beispiel, als Spie-gelbild erhalten, so muß man nach folgender Regel jeden Punctauf eine die Grundfläche umgebende Zeichnung eintragen. Manzeichnet den Kopf auf einen Kreis der genau von der Grund-fläche desi Kegels bedeckt wird; soll nun der Punct 8 dieses Bildesin die Zeichnung eingetragen werden, so trägt man in der Hülfs-zeichnung, welche lbi^. 4li. zeigt, 8 so weit von der Axe I) ein,als jener Punct vom Mittelpunkte absteht, zieht 8 0 nach dem Au-gcnpuncte, macht die Winkel 8 bl ick I! bl 2.' 0 bl O gleich, undbemerkt, indem man so K2' zieht, den Punct 2', wo diese Liniein die Ebne der Grundfläche eintrifft; so weit als b von I)entfernt ist, wird der aufzuzeichnende Punct, auf eben dem Ra-dius, in welchem 8 liegt, eingetragen. So verfährt man in Be-ziehung auf alle Hauptpuncte, und muß dann suchen, geschickt dieso gegebenen Puncte zu Darstellung des ganzen Zerrbildes zu be-nutzen. Die Zeichnung für k und t'*, deren Urbild nach t und 4"II. G