scheue Licht eines Lcuchtthurmcs ist cs daher wohl besser, den Ge-genstand so aufzufasscn. Wenn das Licht k dem Brennpunktesehr nahe steht, so daß in 8 ein wahres Bild entstände, so erhieltedas Auge in 8 rcflectirtc Strahlen von allen Punktendes Spie-gels, der ganze Spiegel würde dem Auge in 8 fast eben soglanzend als die Lichtstamme selbst erscheinen; dadurch hätte dasAuge in 8 den Vortheil, statt des einen leuchtenden Punktes kden ganzen Spiegel leuchtend zu sehen, also ein Licht von der schein-baren Größe des ganzen Spiegels wahrzunehmen. Und so verhältcs sich in allen sehr entfernten Puncten, so daß man die Entfer-nung, bis zu welcher man den Spiegel des Leuchtthurms sehen kann,nach der scheinbaren Größe desselben bcurtheilcn muß, und diesescheinbare Größe braucht nur sehr klein zu sein, um bei Heller Luftin dunkler Nacht dem Auge noch einen hinreichenden Eindruck zugeben. Daß dieser Glanz des Spiegels übrigens nicht völlig sogroß ist, daß nämlich der Spiegel nicht alle Lichtstrahlen rcflcctirt,das läßt sich leicht erwarten. Nach He r schclsstBcstimmungcnbetragt bei den besten Spiegeln das reflcctirte Licht nur ungefährdes cinfallcnden.
Ich habe bisher die Hohlspiegel immer als genau kugelförmigangesehen, weil wir mit dem Kreise, als der Durchschnittslinisdes Kugelspiegels, am meisten vertraut sind; aber der Kreis hatnicht auf das Vollkommenste die Eigenschaft, daß parallel einfallendeStrahlen in einem einzigen Punctc vereinigt werden, oder daß um-gekehrt die vom Brennpunkte ausgehenden Strahlen eine genauparallele Richtung erlangen, sondern für recht gute Hohlspiegel,die zu Spiegelteleskopen dienen oder auf Leuchtthürmen gebrauchtwerden sollen, muß die parabolische Gestalt gewählt werden.Diese hat den Vorzug, daß selbst für Punctc li, 2, (ki^. 43.)die von der Axc entfernter sind, die Vereinigung in einen Punktfür parallele Strahlen genau statt findet, und daher das auf einengrößcrn Thcil des Spiegels auffallende Licht zur Erleuchtung diesesPunktes beiträgt. Soll eine brennende Lampe in dem Brennpunkteeines so weit ausgedehnten Brennspiegcls angebracht sein, so läßtman in diesem eine Pcsfnung, um grade oberhalb der Flamme dennöthigcn Luftzug durchzulassen. Der Spiegel bildet einen Thcileiner runden parabolischen Fläche, eines Paraboloids, nämlich einer