Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
87
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Der Hohlspiegel.

Unter den Spiegeln, deren Oberflächen krumm sind, verdie-nen die Hohlspiegel, die entweder kugelförmig oder parabolisch ge-schliffen werden, wegen der mannigfaltigen Anwendung, welchesie darbieten, vorzügliche Aufmerksamkeit. Die Gesetze der Zurück-werfung des Lichtes sind bei krummen Flächen dieselben, wie beiEbnen, nur muß man hierjdie Gleichheit des Einfallswinkels unddes Reflexionswinkels von der berührenden Ebne an rechnen, oderunter dem Einfallslothe die auf diese berührende Ebne senk-rechte Linie verstehen. Sobald man dies berücksichtiget, ist cs leicht,die Erscheinungen des Sammelns der Strahlen, des Entstehensder Bilder u. s. w. zu erklären. Es sei A II (6>A. 40.) ein Thesteiner spiegelnden Kugelflache, deren Mittelpunkt in 6 liegt, I) seiein in dem verlängerten Radius 6 dl liegender leuchtender Punkt;so ist leicht zu übersehen, daß ein Lichtstrahl 1)0, welcher in 0den Spiegel trifft, so nach 6 zurückgcworfen wird, daß er in 6mit der Linie 1)6 zusammentrifft, wenn so wohl mit der Tan-gente i II die gleichen Winkel 1)0 dl, 6 01, als mit dem Ein-fallslothe 6 0 die gleichen Winkel 606, 1)06 gebildet werden;hier ist 0 6 auf 0 dd senkrecht, der Halbmesser zugleich das EinfallS-loth. Zeichnet man ebenso für einen andern Punct F, I)r-66 ^ 6, so findet sich, daß die zurückgcworfenen Strahlen 0 6, -;6,fast genau in eben dem Puncte 6' der Linie 61), welche man dieAxe des Spiegels nennt, eintreffen, und dort also einestarke Erleuchtung Hervorbringen. Dieses genaue Zusammentreffender reflectirtcn Strahlen in einem Puncte findet nur für die nahebei 6 Anfallenden Strahlen statt; man giebt daher dem Hohlspie-gel keine allzu bedeutende Breite in Vergleichung gegen den Halb-messer 6 6, damit die von entfernteren Punkten A aus zurückgc-worfcncn Strahlen, welche nicht in 6 eintreffen, keine Verwirrungin das Bild, welches man durch den Hohlspiegel hcrvorzubringenbeabsichtigt, bringen.

Um aber richtig zu übersehen, warum hier ein wahres Bilddes Gegenstandes entsteht, hat man nur iwthig Folgendes zu über-legen. Wenn neben 1) ein zweiter leuchtender Punct <1 liegt, sofindet man für die von ihm auf den Spiegel fallenden Strahlen