Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
65
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um zu uns zu gelangen, so daß wir, obgleich die Verfinsterungspater von uns gesehen wird, als sie cintritt, doch diesen Zeitverlustin der Zwischenzeit der Verfinsterungen nicht wahrnehmen. Isthingegen die Erde nach 6 gekommen, wo sie sich von k nach 6vom Jupiter täglich mehr entfernt, so verspätet sich der beobachteteAnfang der Verfinsterung bei jeder folgenden Verfinsterung immermehr. Zwischen zwei nächsten Verfinsterungen des ersten MondesVergehen 42 Stunden und 28 bis 2!) Minuten, und in dieser Zeitvergrößert sich die Entfernung der Erde vom Jupiter ungefähr um030000 Meilen; gebrauchte also der letzte, vor der Verfinsterungvon dem Monde ausgehende Lichtstrahl eine gewisse Zeit, um nachI? zu gelangen, so braucht er bei der folgenden Verfinsterung etwasmehr Zeit, um nach 6 zu gelangen, und die Zwischenzeit desAnfanges der Finsternisse ist daher größer. Diese Vergrößerungder Zwischenzeit betragt ungefähr 15 Secunden, und so viel Zeitverwendet also das Licht, um 030000 Meilen zu durchlaufen. Dieentgegengesetzte Beobachtung findet statt, wenn die Erde sich in derGegend IIX ihrer Bahn dem unterdeß langsam fortrückenden Ju-piter nähert; hier sehen wir jede folgende Verfinsterung etwas ehereintretcn, und der Zeit-Unterschied ist eben so der unterdeß erfolgtenAnnäherung der Erde zum Jupiter angemessen, wie im andernFalle der größer werdenden Entfernung. Und indem wir so zu derKenntnis gelangt sind, daß das Licht ungefähr 40000 Meilen ineiner Secundc durchlauft, ergiebt nun jede Beobachtung eine Prü-fung und eine Bestätigung dieser Angabe. Wir wissen nämlichnun, daß wir in ikl den Eintritt m den Schatten oder den Austrittaus dem Schatten auch nicht dann sehen, wenn er statt findet,sondern ungefähr 35 Minuten später; wir berechnen diese Verzö-gerung für die in 6,1,, beobachteten Austritte aus dem Schattenund für die in öl, II, K, beobachteten Eintritte in den Schattennach dem Maaße der jedesmaligen Entfernung, und die Beobach-tung zeigt, daß diese berechnete Zeit, wobei auf die Fortpflanzungdes Lichtes Rücksicht genommen ist, wirklich die ist, die der Wahr-heit gemäß ist.

Der Himmel bietet uns noch eine Erscheinung dar, welcheuns über die zwar sehr schnelle, aber doch allmählige Fortpflanzungdes Lichtes belehrt, nämlich die Aberration des Lichtes der

II. E