Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
15
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und befeuchten sich damit, und indem man mit schnellem Drehender ober» Nolle das Seil zu einem Umlauft nöthigt, werden disnassen Theilc d des Seiles hinaufgcführt und nehmen dabei, ganzmit Wasser bedeckt, desto mehr Wasser mit hinauf, je schneller dieBewegung ist; dieses streifen sie an der Nolle ä ab, wo es in demKasten 6 aufgefangcn, durch die Nöhre v abgeleitet und in einembei L angebrachten Gefäße gesammelt wird. Die obere Rolle istnämlich, wie die Figur zeigt, in ein Gefäß cingcschlossen, das imBoden zwei Ocssnungen hat, um die Seile durchzulasscn, das aberdennoch von dem erst an der obern Rolle sich seines Wassers ent-ladenden Seile so reichlich Wasser erhalt, daß dieses in Mengegehoben aus dem Gefäße abgeleitet werden kann. Die bedeutendeGeschwindigkeit des Seiles erhält man dadurch, daß man die Axeder obern Rolle durch Hülfe eines großem Rades in eine schnelleUmdrehung setzt. Der Erfinder hatte diese Maschine angewandt,um das Wasser 03 Fuß hoch zu heben; indeß ist diese Vorrichtungmehr merkwürdig als nützlich zu nennen, da die gehobene Quantitätnicht so groß, als bei andern einfachen Hebemaschinen, ist.

Das Anhängen des Wassers am Gefäße ist ein Umstand, deruns oft sehr lästig ist. Will man nur wenig Wasser aus einemGefäße ausgicßen, so findet man cs schwer, zu hindern, daß nichtein Thcil des Flüssigen am Gefäße herablauftnd verschüttet werde.Der Strahl, der durch den Antrieb des herandrängendcn Flüssigendie Form LU 6 (IllA. 11.) annehmcn sollte, wird durch die An-ziehung des Gefäßes zurückgchaltcn und fließt ungefähr, wie Ll)zeigt, herab; die anziehende Kraft des Gefäßes hebt nämlich dievorwärts dringende Geschwindigkeit auf, und man sieht oft rechtdeutlich, wie im einen Augenblicke"'die mit etwas mehr Gewaltandrängcnde und mehr Geschwindigkeit crthcilende Wassermassedem Strahle seine Richtung nach 6 zu wicdcrgicbt, aber im andernAugenblicke der Strahl, weniger lebhaft vorausgetrieben, sich wiederan die Wand des Gefäßes anlegt. Man entgeht dieser Unbequem-lichkeit fast völlig, wenn man die äußere Seite des Gefäßes ganztrocken abwischt und dann ein vorher benetztes Elasstäbchcn in bei-nahe vertikaler Richtung an die Ausgußmündung hält, wie Illg. 12.zeigt, dann zieht sich die Flüssigkeit gegen die Oberfläche des Stäb-chens und fließt an ihr herab, mit desto weniger Gefahr hinterwärts