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hat kürzlich Girard bekannt gemacht *). Es ist bekannt genug,daß fein zcrtheilter Thon sehr lange im Wasser schwebend bleibtund sich sehr langsam zu Boden setzt; wenn man nun in dieses ge-trübte Wasser ein Aräometer, um das specisische Gewicht des flüssi-gen Körpers abzumcsscn, bringt, so sollte dieses specisische Gewichtdes Gemenges nur so groß sein, als es den Bcstandtheilen des Ge-menges gemäß ist; aber Girard behauptet, daß man das spe-cisischc Gewicht größer fände, und erklärt dies aus der großemDichtigkeit, welche die von den Thonthcilchen angezogenen, diesezunächst umgebenden Wasscrthcilchcn annehmen. Das Wasserwird nach seiner Ansicht dichter in der Nahe jedes Thonstaubchens,und wenn diese Stäubchen nahe genug an einander, zahlreich genug,da sind, so zeigt sich uns nun das Wasser im Ganzen dichter, alscs ohne dies sein würde. Schmidt hat indeß aus eigenen Ver-suchen gezeigt, daß diese angebliche Verdichtung sich in seinen Ver-suchen nicht wahcnehmen ließ**), und cs ist also nur Girardszweite Reihe von Versuchen noch als einen Beweis für die Anzie-hung gebend anzuschcn. Diese zweiten Versuche wurden mit Glas-flächen, die an Faden von 80 Linien lang pendelartig aufgehangtwaren, angestellt, und cs wurde die Zeit ihrer Schwingungen be-obachtet, wenn die eine Glasfläche der andern sehr nahe gebrachtwar. Um diese Versuche ganz zu übersehen, stellen Sic sich (1?,'A. I.)zwei ebne Glasplatten,111, 6 0 vor, die man im Wasser einandersehr nahe bringen kann. Sie sind an den Faden 61? soaufgehängt, daß sie Pendelschwingungen machen können, sobaldman die 80 Linien entfernten Enden 0,1?, nach e oder k ver-schiebt, und dann die Platten, welche man bis dahin in ihrer Lagefestgehalten hat, frei läßt. Damit die Wirkung der Schwere hiergeringe sei und die Pendelbewegung langsam genug, um gut be-obachtet zu werden, statt finde, werden die Glasplatten mit Kork-stücken verbunden, wodurch sie ein nur sehr wenig größeres spccifi-sches Gewicht als das Wasser behalten; und bei dieser geringenEinwirkung der Schwere werden nun, behauptet Girard, dieEinwirkungen der einen Glasplatte auf die andre merklich. Man
*) Poggend. A»n. d. Phys. V. 41,
»*) G. G. Schmidts Lehrbuch. (Giessen 1826.) S. 278.
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