des Königs von Preufscn gegen Frankreich. Die uner-schütterlichste Treue der preufsisclien Untcrthanen ge-gen ihren geliebten Fürsten, und dessen edelste Bemü-hungen konnten indessen das Land nicht vor demtraurigen Residtate dieses Krieges schützen. Fast alleProvinzen hatten durch die Bedrückungen der Franzo-sen sehr gelitten und dev König wünschte, in der Hoff-nung auf eine glücklichere Zukunft, seinem VolkeFrieden und Wohlstand wieder zu geben. So entschlofser sich zur Unterzeichnung des Friedens zu Tilsit am9. Juli 1S07 d), und verzichtete auf Süd- und Neu-Oslpreufsen, den gröbsten Theil von Weslpreufsen,Danzig nebst dem Stadtgebiete, alle Besitzungen zwi-schen dem Rheine und der Elbe «), den CotbusserKreis und das Fürstenlhum Baireuth. Die preufsisclienStaaten hatten vor dem Kriege einen Flächeninhalt von5829 Q. Meilen, der jetzt um mehr als die Hälfte ver-loren ging /). Die Anschaffung der aufserdem verspro-chenen Contributionen, wodurch der Rückzug der fran-zösischen Truppen aus den preufsisclien Provinzen be-dingt war, mufste jetzt die erste Sorge seyn, da indes-sen dieselbe durch die Verfügungen Napoleons g) aufsAeufscrste erschwert wurde, so dauerten auch nochim Frieden die Drangsale des Krieges fort. In Folgespäterer Verträge 4) räumten die französischen Trup-pen endlich die preufsisclien Staaten (die Residenz Ber-lin am 3. Dec. 1808), mit Ausnahme der drei Oderfe-stungen Stettin, küstrin und Glogau, welche bis zurgänzlichen Entrichtung der Contribution im Besitz derFranzosen bleiben sollten.
a) Es waren dies ursprünglich: 1) der König vonBaiern, 2) der König von Würtemberg, 3) der Reiclis-Erzkanzler (von Dalberg), 4) der Kurfürst, von Baden,5) der Herzog von Cleve und Berg, 6) der Landgraf