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Gewerbe und Handel beförderte er durch grofse Unter-stützungen. Die Elbe und Havel wurden durch denneuen Friedrichsgraben, die Weichsel und Netzedurch den Bromberger Kanal verbunden, auch stifteteer 1750 zu Emden eine asiatische Handelsgesell-schaft. Es erstanden eine Menge neuer Fabriken, auchdie Porzellan-Fabrik zu Berlin. Sümpfe liefs eraustrocknen und grofse Strecken Landes urbar machen.Grofsen Fleifs widmete er der Verbesserung des Kriegs-wesens. Er legte die Festungen Silberberg undGraudenz an und brachte seine wohlgerüstele Armeebis auf 200,000 Mann. Trotz der Kosten, welche diezahlreichen Kriegsjahre verursacht halten, und der gro-fsen Summen, welche er nach und nach auf die Ver-besserung des Landes verwandte, hinterliefs er seinemNachfolger einen reichen Schatz. Friedrich der Gro-fs e starb am 17. August 1786. Der Flächeninhalt desLandes war unter seiner Regierung bis auf 3112 Q.Meilen gestiegen; die Bevölkerung betrug über sechsMillionen Menschen.
§. 66 .
Friedrich Wilhelm II., ein Neffe Friedrichs I.bestieg den Thron und bestätigte die Erwartungen,welche man von ihm gehegt hatte. Im Jahre 1787liefs er 20,000 Preufsen in Geldern einrücken, um diegegen den Erbstatthalter, den Gemahl seiner Schwester,entstandenen Unruhen beizulegen. Nach geringem Wi-derstand wurde der Erbstalthalter in seine Rechte wie-der eingesetzt. Oestreich und Rufsland waren um dieseZeit in einen Krieg mit den Türken verwickelt. Preu-fsen hatte durch ein Biindnifs mit der Pforte (31. Ja-nuar 1790) die Integrität der Besitzungen derselbenübernommen, und vermittelte den Frieden mit Oestreichzu Szislowe den 4. August 1791. Es begann um