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nerte Berlin durch die Erbauung des Zeughauses, desDomes u. s. w., beförderte Gewerbe und Handel, undliefs die Saale schiffbar machen. Preufsen und die Neu-mark verloren im Jahre 1709 durch Pest, strenge Kälteund llungersnoth viel an ihrer Bevölkerung und derKönig suchte durch die Aufnahme von Colonisten ausder Schweiz, der Pfalz u. s. w. dieselbe zu ergänzen.
a) Wilhelm III., König von England und Statthaltervon Holland, war 1702 gestorben, und Friedrich hatte ausdem Testamente des Statthalters Friedrich Heinrich (vomJahre 1644), die Erbberechtigung auf die von jenem als ora-nischen Fürsten eigcnthümlich besessenen Länder. Wilbelmlll.setzte indessen Johann Wilhelm Friso, Fürsten von Nassau-Dietz zum Erben ein. Dies neuere Testament wurde abervon Friedrich I. verworfen.
b ) Friedrich II. verwandelte dieselbe 1744 in eine Aka-demie.
§. 61.
Sein Nachfolger Friedlich Wilhelm I. (1713— 1740) strebte vor Allem dahin, den Zustand derFinanzen zu verbessern, und liefs die in grofser Mengevorhandenen Kostbarkeiten seines Vaters verkaufen,um die Schulden zu tilgen. Ludwig XIV. erkannteihn in dem Utrecliter Frieden (11. April 1715) alsKönig in Preufsen und souveränen Fürsten von Neuf-chatel und Valengin an «), und überliefs ihm, gegenAbtretung der Ansprüche auf das Fürstcnlhum Oranien,von den bis jetzt spanischen Niederlanden den bedeu-tendsten Theil von Geldern. Am 19. August dessel-ben Jahres nahm er auch die Herrschaft Limburg inFranken in Besitz. In Preufsen empfing er den 11.September 1714 die Erbhuldigung. An dem nordi-schen Kriege nahm er erst im Jahre 1715 Antheil,nachdem Carl XII. die Neutralität der deutschen Pro-vinzen hartnäckig verweigerte. Nach dem Vergleiche
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