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Die Löwenhaut diente den alten griechischen Helden zumMantel, heut zu Tage brauchen sie noch die Mauren zur Kleidungund Decke.
Der Bengalische oder Königstiger.
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Vier Exemplare, Männchen und Weibchen, nebst ihren beidenJungen (Männchen und Weibchen), welche im Jahre 1828 zuLondon geworfen wurden, und sich noch fortwährend in einemBehälter befinden. Erstere beide sind von seltener Schönheit undzeichnen sich aus durch das schöne Gelbbraune ihres Felles, derendunkle Querstreiscn von einer außerordentlichen tiefen Schwärzesind. Der Königstiger wohnt in Asien, wo man ihn schon umdas caspische Meer in Masandcren und weiter in Persien häufigerals in Indien, besonders aber in Bengalen bis in China hinein,antrifft. Sein Aufenthalt ist in Wäldern und Gebüschen, besondersan den Ufern von Flüssen, wo er im Hinterhalte auf Raub lauert,welchen er mit wenigen, aber unglaublich schnellen Sprüngenplötzlich anfällt, und wenn er ihn verfehlt hat, gehen läßt. Erreichter ihn aber, so packt er ihn mit den Krallen im Nacken, reißt ihnauf einmal nieder, und trägt ihn nach ausgczogenem Blute mitgrößter Leichtigkeit davon, selbst wenn es ein Büffel, ein dreimalso großes Thier als er selber, wäre.
Seine liebste Nahrung ist das Blut seiner Beute, das Fleischdavon pflegt er nicht ganz aufzufressen, sondern es meist den Scha-kalen zu überlassen. — Das Naturell des Tigers ist grausam, erverschont Menschen und Thiere zu keiner Zeit, er ist kühn, weichtNiemanden aus, und man hat in Bengalen mehr als ein Beispiel,daß er von mehreren Leuten einen geholt hat, ohne sich an dieklebrigen zu kehren, ja, daß er in den Ganges gewatet, und auseinem nahe am Ufer befindlichen Fahrzeuge eine Person weggc-tragen hat. Uebrigens ist er träge und zum anhaltenden Laufennicht geschickt, er ist auch deshalb den Menschen gefährlicher als denThieren. Wenn Indianer und Europäer zusammen sind, so soller jene allemal zuerst anfallcn. Er gicbt einen widrigen Geruchvon sich, so daß man ihn von weitem spüren kann.
Das Weibchen wirft zur Frühlingszeit 3 bis 4 Junge. DerWater frißt die Jungen, und zerreißt die Mutter, wenn sie sievertheidigt.
Man jagt, schießt oder fängt den Tiger in großen Gruben,die mit starken und festen Fall-Thüren versehen sind.