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unterscheidet sich aber von diesem durch den Mangel des Höckers.Es wird ungefähr 4 Fuß hoch und 6 Fuß lang. Der Schwanzist bei 9 Zoll lang. Die Haut ist auf dem Rücken und an denäußeren Seiten der Lenden mit kürzerer, an den Seitenaber und unter dem Bauche mit längerer Wolle besetzt, diegewöhnlich dunkelbraun, seltner weiß gefleckt ist. In derFarbenzeichnung variirt das Lama sehr, besonders im gezähmtenZustande. Südamerika ist das Vaterland dieses Thieres, das zuHunderten in Gesellschaft beisammen lebt. Sie halten sich nur ingebirgigen Gegenden auf, und steigen oft über die Schneegränze.Sie nähren sich nur von Vegetabilien und sind leicht zu zahmen.In Amerika wird es zum Lasttragen verwendet. Die wilden werdender Wolle und des Felles wegen gejagt. Erstere benutzt man ihrerbesondcrn Feinheit wegen zu allerlei Zeugen, letzteres wird gegerbtund zu Schuhen, Pferdegeschirren rc. verarbeitet. Das Fleisch desLama wird häufig gegessen und soll vortrefflich schmecken.
Das hier befindliche Exemplar ist unstreitig eines der schönsten,das je in Europa zu sehen war, und verdient gewiß in jeder Be-ziehung die höchste Aufmerksamkeit, um so mehr, als es nochwenige von den Eigenthümlichkciten des Thieres im wilden Zustandeverloren hat, und doch dabei eine so vollkommene Dressur imTrapp, Galopp und Traversiren angenommen hat, wie man siesonst nur dem Pferde beizubringcn im Stande gewesen ist. Dieedle Haltung der Körpers und das ungemein schöne, lange undglänzende Haar, zwischen welchem die äußerst feine dichte Wolleliegt, machen dieses Thier zu einer der angenehmsten Erscheinun-gen der Lhierwelt. Es ist von den Anden von Chili.
Das Zebra oder afrikanische Tigerpferd.
(Lcjuus )
Hengst und Stute.
Unter allen vierfüßigen Thieren ist wohl keines zierlicher gestaltetund schöner geschmückt, als das Zebra. Die in's Gelbliche spielendeWeiße des Felles, mit der Regelmäßigkeit in der Anordnung derschwarzen etwas in's Braune schillernden Streifen geben demThiere ein sonderbar schönes Ansehen, und die Zierlichkeitdes Wuchses, in welchem die Rave des Pferdes mit der desHirsches verschmolzen scheint, ist "von unbeschreiblicher Anmuth.Das Zebra ist kleiner, als das gewöhnliche Pferd und größerals der Esel, gehört aber weder zu der einen noch der andernGattung, sondern es macht eine ganz eigene Art für sich aus.