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Verzeichniß sämmtlicher Thiere, welche sich in der Menagerie von Hermann v. Aken befinden, nebst einer kurzen Beschreibung der merkwürdigeren und ihrer Lebensweise
Entstehung
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Der weiße oder Eisbär.

( I1 1 8 1I 8 111 a 1 iti IN u 8 . )

Ein vorzüglich großes und schönes Exemplar dieses berühmtenThieres. Es mißt 5 i/- Fuß Länge und ist von fast schneeweißemHaar, wie man selten an gefangenen Baren dieser Art zu sehenbekommt. Obgleich er sich in seiner Heimath fast nur von großenSecthieren ernährt, die er schwimmend oder auf dem Eise erbeutet,so ist es doch gelungen, ihn in meiner Menagerie an die milde Kostvon Brod und Milch zu gewöhnen. Auch hat.er überhaupt hiereine ungewöhnliche Zähmung angenommen.

Der Schakal.

(6 an 18 au iou 8.)

^)er Schakal oder Goldwolf ist in der Gestalt dem Wolfe amähnlichsten, erreicht aber nie die Größe desselben. Sein Kopfist oben fuchsroth, die Kehle gclblichweiß. Der Rücken und derHals sind graugelb mit einem Schatten von langen an der Spitzeschwarzen Haaren überlaufen. Der Untertheil des Körpers unddie Füße sind gelbröthlich, Arme und Schenkel aber auswendigfuchsroth. Der lange, gerade, buschige Schwanz ist graugelb, nachden Spitzen zu schwarz. In der Lebensart kömmt der Schakalsehr mit dem Wolfe überein. Wie dieser zieht er in ganzenHeerden umher, und geht besonders des Nachts auf Raub aus.Ohne Scheu raubt er aus Häusern das Geflügel, fällt kleinereSäugethicre, ja selbst Kinder an. Aas ist für den Schakal einbesonderer Leckerbissen. Er hält sich daher gerne in der Nähevon Begräbnißplätzen auf, und zieht den Karavanen nach, um dieunterwegs umkommenden Menschen und Thiere zu verzehren. DesNachts läßt er häufig sein Geheul erschallen. Sein Vaterlandist die Berberci und Aegypten, doch kömmt er auch in Klein-Asien und Arabien vor. Das Weibchen bringt 5 bis 8 Jungezur Welt.