49
schen Einfluß zu gewinnen, thcils sich diese Ele-mente zu sichern. Wo aber finden wir ein Bei-spiel, daß ein Europäisches Kabinct sich freiwilligder Macht und des politischen Einflußes begebenhatte, welche cs mit großen Opfern und Anstren-gungen erlangt hatte?
2) Dcrstaatswirthschaftliche Nachtheil, derdurch das ste-hende Heer verursacht wird, ist zweifelt) aft. Wennauf der einen Seite nickt zu läugnen ist, daß diealtere staatswirthschaftliche Theorie dem Mechanis-mus des Geldumlaufs eine zu hochgespannte Be-deutung zugeschrieben hat, so ist es auf der andernebenso gewiß, daß die neuere Theorie noch weitunrichtiger und unpraktischer ist, welche das Geldin die Reihe der Waarcn herabsetzte. Männer,wie Friedrich der Große, Colbert, Napoleon und diegrößten Staatswirthe aller Zeiten konnten sich über ei-nen Gegenstand nicht wesentlich täuschen, über welchenman in jedem Zeitalter von demselben Standpunkteunmittelbare Beobachtungen anstellen konnte.
Der lebhafte Umlauf des Geldes wirdwesentlich durch das stehende Heerbefördert.
3) Der Einwurf, daß die Bevölkerung wegen des ste-henden Heeres geringere Fortschritte mache, ist heutzu Tage kein Einwurf. Vor fünfzig Jahrenkonnte man die Zunahme der Bevölkerung als einentschiedenes Mittel, die allgemeine Wohlfahrt zufördern, betrachten; nachdem aber das unsterblicheWerkdes Malthus über die Bolksvermehrung er-schienen ist, und solange es unwider legt blei-ben wird, muß man weit mehr für zu große als zugeringe Vermehrung des Volkes besorgt sein.
4