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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
230
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Kometen.

fallenden Kometen nur die bisher in der That gesehenen 70 un-serer Rechnung zu Grunde gelegt haben, da es doch gewiß nochviele geben wird, die wir aus den oben angeführten Gründen nichtgesehen haben.

Welch' ein Heer von neuen Himmelskörpern, gegen daS jeneskleine Häufchen von eilf Planeten und achtzehn Monden ganz ver-schwindet. Wohl wird man also künftig sagen können, daß nichtdiese Planeten es sind, die man als die Bewohner des Hanshaltsunserer Sonne ansehen kann, sondern daß die Kometen das ei-gentliche Volk dieses großen Staates bilden. Jene eilf sind nurwie besonders Begünstigte zu betrachten, die den Thron dieses Rei-ches zunächst umgeben und sich in seinen Strahlen sonnen, währenddiese, die selbstständig und nickt von fremden Wohllhaten leben, dieweiten Provinzen der Monarchie bewohnen und nur zuweilen sichjenen engeren Kreisen nähern dürfen, um ihren Tribut zu entrichtenoder um Nachrichten von den fernsten Gränzen des Reichs vorden Thron zu bringen, und sich dann wieder zurück begeben, um,fern von dem strahlenden Prunke des Hofes, in Dnnkelbeir undunbekannt, aber vielleicht eben darum nur um so glücklicher, ihreTage zu verleben.

§. 1Z6. (Gestalt der Kometen ) Es ist bereits im Eingangediekes Kapitels gesagt worden, daß die äußere Form der KometenJedermann bei dem ersten Blicke sckon ausfällt. Bei einer nähe-ren Betrachtung derselben bemerkt man an ihnen vorzüglich drei,wie es scheint, wesentlich verschiedene Theile: den Kern, die Ne-belhülle und den sogenannten Schweif.

Der Kern ist meistens klein, rund und durch ein helleresLicht ausgezeichnet, obschon die Intensität dieses Lichtes jener derPlaneten meistens weit nachsteht. Viele Kometen haben übri-gens keine Spur von einem solchen Kern und diese scheinen daberbloße Anhäufungen von Dünsten zu seyn. Wie man sie aber auchfindet, sind sie gewöbnlich schlecht beleuchtet und »och schlechter be-gränzt, daber auch die Beobachter über die Größe derselben soverschiedene Resultate erhalten. Hier folgen einige solcke Melsun-gen des Durckmeffers dieser Kerne in deutschen Meilen, wie sieuns Herschel und Schröter gegeben haben.