Die Monde der drei äußersten Planeten. 217
§. 152. (Satelliten des Saturn und Uranus.) Viel weniger,als die Satelliten des Jupiter, sind uns die des Saturn und nochbeinahe gar nicht die des UranuS bekannt. Die vorzüglichstenElemente der sieben Monde Saturns wurden schon oben (l.S. ZZ9) mitgetheilt. Wenn man ihre Umlaufszeiten mit ihrenmittleren Entfernungen vergleicht, so sieht man, daß auch sie, sowie die Monde Jupiters, dem dritten Gesehe Keplers (I. §. 146)gehorchen, so wie man durch lichtstarke Fernrohre, wenigstens aneinigen derselben, auch schon die Gleichheit ihrer Revolution mitder Umdrehung um ihre Axe beobachtet hat, eine Uebereiustimmung,die man bereits an so vielen Satelliten gefunden hat, baß mannicht weiter anstehen kann, sie als eine allen diesen Monden all-gemein zukommende Eigenschaft zu betrachten.
Der entfernteste oder der siebente dieser Monde hat allein nocheine etwas beträchtliche Neigung gegen die Ebene des Ringes,mit welcher die Bahnen der sechs übrigen nahe zusammenfallen.Dieser Mond ist zugleich derjenige, den man noch am besten durchFernröhre sehen kann. Auch der sechste bietet in dieser Beziehungkeine besonderen Schwierigkeiten dar; die drei nächstfolgenden sindschon sehr schwach und erfordern sehr lichtstarke Fernröhre, umgesehen zu werden; während die zwei innersten, die beinahe den äußernRand des Ringes streifen, nur mit unfern vorzüglichsten Fern-röhren, und auch da nur unter den günstigsten Verhältnissensichtbar werden. Zu der Zeit, wo der Ring dieses Planetenfür gewöhnliche gute Fernröhre verschwindet, bemerkte sie derältere Herschel i. I. 1789, mit einem Reflector von vier FußOeffnung, gleich zwei äußerst kleinen Perlen, die eine seine Silber-schnur, wie ihm der Ring erschien, zu beiden Seiten begrenztenund bald darauf hastig wieder zu dieser Schnur zurück zu eilenschienen, um sich, auf ihre gewohnte Weise, wieder hinter derselbenzu verbergen. Uebrigens ist die große Neigung der Bahnen dieserSatelliten gegen die Ecliptik Saturns — sie beträgt über 27Grade — die Ursache, warum sie so äußerst selten von ihremHauptplaneten verfinstert werden, während im Gegentheile dievier, oder wenigstens die drei nächsten Monde Jupiters bei jedemVvlllichte derselben durch den Schatten ihres Eentralkörpers gehen.