212 Die Monde der drei äußersten Planeten.
noch etwas größer, wegen des Halbschattens, der durch diezwei geraden Linien begränzt wird, welche die Sonne an ihremoberen und Jupiter an dem entgegengesetzten, untern Rande be-rühren. Dasselbe wird auch am Ende der Finsterniß statt haben,wenn der Mond bei b wieder die zweite Grenze des Schattensverläßt. Es wird also auch sehr schwer sepn, den eigentlichenAnfang der Verfinsterung des Satelliten, so wie das völlige Endedesselben genau anzugeben, und man sieht, daß die Güte desAuges und des Fernrohrs, und die Reinheit der Atmosphärewährend der Beobachtung einen großen Einfluß auf dieselbe äußernkann. Diesen ungünstigen Umstand so viel als möglich zu ver-meiden, wird man sich daher, wo es sepn kann, nie mit der Be-obachtung des bloßen Anfanges oder auch des Endes einer solchenFinsterniß begnügen, sondern man wird, mit demselben Fernrohre,beide Momente beobachten und aus ihnen das Mittel nehmen,wo man dann die Zeit desjenigen Augenblicks erhält, wo derSatellit in der Schattenaxe IiV oder in Opposition mit der Sonnegewesen ist. Nur solche vollständige Beobachtungen einer Finsterniß,wenn sie an mehreren Orten angestellt wurden, wird man mitSickerbeit zur Bestimmung der geographischen Länge dieser Orte(nach I. S. ZZ8), so wie auch zur Verbesserung der Theorie derBewegungen dieser Himmelskörper anwenden.
Der bloße Anblick der Zeichnung lehrt schon, daß dieseFinsternisse alle ans der Westseite von Jupiter statt haben, wenndie Erde selbst westlich von der Schattenaxe 8IIV liegt, d. h. inder Zeit, die der Opposition JnpiterS vorhergeht; diese letzteaber hat statt, wen» die Erde in <?, oder wenn sie selbst in derSchattenaxe liegt. Je näher die Erde diesem Punkte der Oppo-sition kömmt, desto näher kömmt auch die Gesichtslinie ^.a, Ls..zu ihrer Coincidenz mit der Schattenaxe lIV, desto weniger sindbeide Linien und IIX gegen einander geneigt und desto näheran dein westlichen Rande Jupiters werden auch die Eintritte derSatelliten sich ereignen. Wenn die Erde in den Punkt L kömmt,wo die Linie L>z, die man von der Erde nach dem Satelliten zurZeit seines Austritts aus dem Schatten zieht, den Planeten anseinem westlichen Rande berührt, so haben diese Austritte,