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Venus.
leicht, durch Rechnung zu bestimmen, wie lang die Dauer einesselchen Durchgangs für den Mittelpunkt der Erde fetzn wird, vielleichter m der Tbat, als für irgend einen andern Punkt der Ober-flache der Erde, weil man für diesen letztern auf die Parallaxe derSonne und der Venus Rückficht nehmen müßte, die hier, für denMittelpunkt der Erde, ganz wegfällt. Die Rechnung, von wel-cher hier die Rede ist, wird ganz dieselbe seyn, welche man bei derBestimmung der Mondsfinsternisse für unfern Kalender anwendet,und mit der Jeder bekannt ist, dem die ersten Elemente der rech-nenden Astronomie nicht ganz fremd sind.
Das Zweite, was man wahrscheinlich schon ohnehin be-merkt haben wird, ist, daß wir oben immer nur von der Dif-ferenz der Parallaxen der Venus und der Sonne gesprochen ha-ben, da es doch anfangs hieß, daß die Venusdnrchgänge dieSonnenparallaxe selbst so genau bestimmen sollen. In derTbat hat man gesehen, daß alles Vorhergehende sich nur auf dieDifferenz dieser beiden Parallaxen gründet, und daß mandoch auch nur diese Differenz, keineswegs aber die beidenParallaxen selbst, durch jene Methode bestimmen kann.
Und so ist es auch in der That: wir erhalten durch das bis-her erklärte Verfahren bloß die Differenz dieser zwei Parallaxen.Allein hier kommt uns das schon mehrmals (z. B. I. H. S8. 146u. f.) angeführte dritte Gesetz Keplers sehr zu statten. Nach die-sem Gefetze verhalten sich nämlich die Quadrate der Umlaufszeitender Planeten wie die Würfel ihrer mittleren Entfernungen vonder Sonne. Es wurde aber ebenfalls schon gesagt (I. §. 12Z) daßman diese Umlaufszeiten der Planeten aus den Beobachtungender Alten mit der größten Schärfe bestimmen kann, und auch inder That bestimmt hat. Also darf man auch, da uns das Kep-ler'sche Gesetz gegeben ist, annehmen, daß wir die Verhältnisseder Entfernungen der Planeten von der Sonne mit derselbenSchärfe kennen. Allein diese Verhältnisse der Entfernungen sindnichts anders, als die Verhältnisse der Parallaxen, da der Sinusder Parallaxe eines jeden Planeten gleich ist dem bekannten Halb-messer der Erde dividirt durch die Entfernung des Planeten von derErde. ZurZeit der untern Conjnnclion aber, wo Venus in einergeraden