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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
Entstehung
Seite
79
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VenuS.

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von besonderer Wichtigkeit, dader wir unS auch hier etwas längerbei ibnen aufhalten wollein Sie geben uns nämlich bei weiteindas beste und sicherste Mittel, die Entfernung der Sonne von derErde, oder was dasselbe ist, die halbe große Are der Erdbahn zubestimmen. Diese Halb-Ape ist aber das große Maaß, und gleich-sam die Elle, mit welcher die Astronomen das ganze Planeten-system ansmessen, und überhaupt alle Entfernungen im Welträumebestimmen, daher die genaue Kenntniß derselben in so hohemGrade nothwendig ist. Dieses Maaß hängt aber nickt bloß vonder Willkühr der Astronomen ab, wie wohl sonst die Einheil allerunserer andern Maaße, sondern sie wird uns gleichsam von derNatur selbst aufgedrängt. Nack dem dritten Keplerschen Gesehe(l. S. 288) nämlich verhalten sich die Quadrate der Umlaufszeitender Planeten wie die Würfel der großen Halb-Aren ihrer Bahnen.Diese Umlaufszeiten sind aber, wie bereits oben (I. S. 2S8) gesagtwurde, der Art, daß sie sich mit der größten Genauigkeit bestimmenlassen. Mit derselben Schärfe wird man also auch jene Halb-Apen,d. h. die mittleren Entfernungen von der Sonne für alle Planetenbestimmen können, wenn man nur einmal eine einzige dieserEntfernungen, wenn man z. B. die mittlere Entfernung der Erdevon der Sonne kennt. Und eben dazu werden uns die Durchgängeder Venus, und zwar mit einer Sicherheit verhelfen, die wir vonkeiner unserer anderen astronomischen Beobachtungen, welcher Artdiese auch seyn mögen, erwarten können. Ja selbst über die Größedieser Planeten und über die der Sonne selbst müssen wir so langein völliger Ungewißheit bleiben, als wir die Entfernung derselbenvon uns nicht näher kennen. Denn unsere Beobachtungen gebenuns inckls, als die scheinbare Größe dieser Himmelskörper, d.h.nichts, als den bloßen Winkel, unter welchem uns der wahreDurchmesser derselben erscheint. Dieser Winkel kann aber immerderselbe bleiben, wenn auch der wahre Durchmesser vielmahl größeraber zugleich weiter von uns entfernt würde, oder umgekehrt, sodaß man aus dein bloßen Winkel, unter welchem uns ein Gegen-stand erscheint, nichts, weder über seine wahre Größe, noch überseine Entfernung von uns, ausmachen kann. Von diesen dreiDingen, wahrer und scheinbarer Durchmesser und Entfernung von