Die Sonne.
unser Arzt zugleich. In der brennenden Hitze des Sommers lech-zen wir unter ihrem Drucke, und in der starren Kälte des Win-ters schauer» wir ob ihrem Mangel. Wenn sie sich in unseremeigenen Körper anhäuft, so vertrocknet unsere Zunge, und wirbrennen im Fieber, und wenn sie uns zu schnell verläßt, soächzen wir unter Erkühlungen und Rheumatismen und allen denzahllosen Leiden, die mit dem Gefolge dieser beiden Anführeraufzutreten pflegen.
Wir sind aber auch ihre Meister. — Denn wir zwingen sie,unserem Willen zu gehorchen und unsere Zwecke zu befördern.Mitten unter den Schnee- und Eis-Bergen der Pole muß sie mituns in unserer Stube wohnen, und selbst außer derselben darf sie,in undurchdringliche Kleider eingeschlossen, unsere Körper nichtverlassen. Und dieselben Kleider brauchen wir auch in der heißenZone, um ihren Andrang von uns abzuhalten. Wir entfernen sieaus dem Wasser, um uns während der heißen Jahreszeit mitEis zu kühlen; und wir bringen sie wieder in größerem Maaßein das Wasser zurück, um im Winter (durch in Röhren geleitetesheißes Wasser) unsere Wohnungen zu erwärmen. Auf unserenReisen zur See ist sie es, die unserem Schiffe (dem Dampf-schiffe) Flügel gibt, und dadurch den Winden und den Wogentrotzt. Auf unseren Landfahrten aber spannen wir sie statt derPferde vor unsere (Dampf-) Wägen, und eilen damit dem schnell-sten Vogel und selbst den Furien der Stürme vor").
'") Zur Vergleichung verschiedener Geschwindigkeiten mögen fol-gende Angaben der in einer Stunde zurückgelegten Wege, indeutschen '.teilen ausgedruckt, dienen.
Cchnellsegelyde Schiffe ....Die . n . Brieftauben . .
Heftige Stürme
Schnelle Dampfmagcn.....
Der Schall ..........
Aequator der Erde in seiner täg-
16Z
5,0 Meilen.
lichen Bewegung
Mittelpunkt der Erde in seiner
227 „
jährlichen BewegungDas Licht .'
, . . 14,8001S1,000,000