26
Die Sonne.
Dividirt man die Einheit durch diese Zahlen, so erhält mandie Anzahl der Wellen, welche in der Breite eines Zolles enthal-ten sind. Diese Anzahl beträgt daher bei demrothen Lichte 38460 Wellen,orangen „ 41600 „gelben „ 44000 „grünen „ 47S00 „blauen „ 51100 „indigo „ 54100 „violetten „ 57500 „so daß also die von dem rothen Lichte erregten Wellen die breite-sten, und die von dem violetten erzeugten die schmälsten unter allensind.
Noch konnte man fragen, wie viele solcher Wellen bei jederFarbe in einer bestimmten Zeit entstehen, oder mit welcher Ge-schwindigkeit sie auf einander folgen. Auch darauf hat die ma-thematische Analyse bereits geantwortet, aber die hieher gehören-den Zahlen sind so groß, daß wir sie der Kürze wegen in ganzenBillionen angeben wollen. Nach jenen Berechnungen wird alsowährend einer Secunde folgende Anzahl von Wellen erzeugt:
Von dem rothen Lichte 473 Billionen
,, ,, orangen ,, 506 ,,
gelben ,, 535 ,,
„ „ grünen „ 577 „
„ „ blauen „ 622 „
„ „ indigo „ 658 „
„ „ violetten „ 700 „
Demnach ist also die Geschwindigkeit der Wellenerzeugung beiden rothen oder den breitesten die kleinste, und bei den violettenoder den schmälsten die größte, wie dieß der Natur der Sacheangemessen ist. Zugleich zeigt diese letzte Tafel, daß die Sensi-bilität unseres Auges in Beziehung auf die Farben in viel engereGränzen eingeschlossen ist, als die unseres Ohres in Beziehungauf die Töne. Das Verhältniß der beiden äußersten Zahlen derletzten Tafel ist nur 700 zu 478 oder 1,»,, zu i, also noch be-trächtlich kleiner, als das einer Octave, während wir doch mit