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2 (1835) Beschreibende Astronomie oder Topographie des Himmels : mit der Darstellung von Sternbildern auf drei Stahlstichen, einer Sternkarte, einer Mondkarte und 23 astronomischen Figuren auf 3 Tafeln
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Die Sonne.

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zu unterscheiden haben, deren jede 90 Grade von ihren beidennächsten absteht, etwa so wie wir bei einein Dolche drei Schnei-den, und bei jeder viereckigen Stange vier Ecken oder Flächenunterscheiden, und diese vier Seiten werden so wesentlich verschie-den seyn, wie es z. B. die Schneide oder der Rücken oder diebeiden Seiten eines jeden Messers sind.

Da man bei dem Magnet bekanntlich ebenfalls zwei Seitenoder zwei Punkte bemerkt, die man die Pole des Magnetsnennt, und deren Eigenschaften in mehreren Stücken mit den ebenerwähnten der Lichtstrahlen ähnlich sind, so hat man analog dieauf die vorhergehende Weise erhaltenen Strahlen Eo und La(Fig. 1.) polarisirtes Licht genannt. Denkt man sich einensolchen gleichsam cylindrischen Lichtstrahl, senkrecht auf seine Länge,durchschnitten, so wird dieser Schnitt die Gestalt eines Kreiseshaben. Ziehen wir in diesem Kreise einen Durchmesser /LlZ undeinen darauf senkrechten (N; dieß vorausgesetzt, wird also jederpolarisirte Lichtstrahl in den beiden einander gegenüberstehendenPunkten und L gleiche, und in den beiden Punkten und vzwar wieder gleiche, aber jenen entgegengesetzte Eigenschaften haben,und überdieß wird der Strahl Oo (Fig. 1.) dieselben Eigenschaf-ten in den beiden Punkten und L haben, die der Strahl Loin den beiden anderen Punkten <1! und O hat, oder mit anderenWorten, die Diameter der gleichartigen Eigenschaften werden, beiden polarisirten Strahlen, auf einander senkrecht stehen.

Die Lage dieser Diameter ist in der Lehre von der Polarisa-tion des Lichtes von der größten Wichtigkeit. Sind bei zwei Licht-strahlen diese Diameter also auch <ÜO, tLIB parallel,so sagt man, diese Strahlen sind in derselben Ebene polarisirt.Sind aber die Diameter tLV, (llv' und (üv mit einanderparallel, so heißen die Strahlen unter rechten Winkeln polarisirt.Die zwei Strahlen l)o und La, die man durch den isländischenKrystall erhält, sind daher immer unter rechten Winkeln polarisirt.

§. 16. (Polarisation des Lichts durch andere Mittel.) Auchin Beziehung auf die Reflexion von Spiegeln sind die natürlichenStrahlen von den polarisirten wesentlich verschieden. Bon dennatürlichen Strahlen, die auf einen Spiegel fallen, wird immerein großer Theil in der That zurückgeworfen; bei polarisirten

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