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wobei zu bemerken, daß die Stunden im Hebräischen, Italienischen, Englischen, derjuristischen Propädeutik und dem Gesänge zum Theil einander parallel liegen, wonackdie Schüler der oberen Klassen doch nicht mehr als 39, die der unteren Klassen nichtmehr als 32 haben.
Zu den bedeutendsten Verbesserungen, die dem Berlinischen Gymnasio in denletzten 10 Jahren zu Theil geworden sind, gehört der Ausbau eines Theils der dem-selben geschenkten Räume des Königlichen Lagerhauses. Bereits im Jahre 181V hattensich die Lehrer des Gymnasii an den Hochseligcn König Friedrich Wilhelm III. mit derBitte gewandt, dem Gymnasio einen Theil der angränzendcn Lagerhausräume zur Vcr-besserung der Klassen und der Amtswohnungen der Lehrer zu bewilligen. Der Königwillfahrte dieser Bitte, und es wurden demnach zuerst im Jahre 1822 der an die Ge-bäude des Gymnasii angränzende, nach der Klostcrstraße hinausliegcnde vordere Flügeldes Lagerhauses mit dem nächsten Quergebäude und dem daran stoßenden vorderenHofe, und sodann durch eine zweite Schenkung mittelst Cabinets-Ordre vom 17. August1831 die andere Hälfte des gedachten Flügels des Lagerhauses, der sich nach der NeuenFriedrichsstraße erstreckt, dem Gymnasio überwiesen. Bevor jedoch die zweite Schenkungerfolgte, wurde bereits in den Jahren 1829 bis 1831 der Ausbau der durch die ersteSchenkung dem Gymnasio zugeeigneten Lagerhausräume größtentheils auf Communal-kosten bewirkt, und das Gymnasium gewann dadurch einen schönen, der Würde derStadt und der Anstalt entsprechenden neuen Hörsaal, drei neue Klassenzimmer für diedrei ersten Klassen, einen großen Hörsaal für physikalische Vorträge, ein Bibliothek,zimmer, eine Zeichnenklasse und einige kleinere Lehrzimmcr für Nebenlectioncn. DieKosten dieses Ausbaues wurden verhältnißmäßig sehr bedeutend, weil man zugleich diedurch ihr Altcrthum und ihren architektonischen Werth ausgezeichneten Gebäude mög-lichst erhalten wollte, und zu dem Zwecke die Fundamente sichern und unterkellern, auchsonst mehrere Restaurationen vornehmen mußte. Die Kosten betrugen 37,592 Rthlr.,und wurden zu denselben aus Commuualfonds 29,999 Rthlr., aus den Zinsen von denaus dem Baufonds belegt gewesenen Bestandsgcldcrn und dem Erlös aus alten Bau-materialien 2,357 Rthlr., aus der Gymnasial-Kasse 3,135 Rthlr. und von der Streit-scheu Stiftung 1,199 Rthlr. hergegeben. Während nun die 3 oberen Klassen in dievorgedachten nengebautcu Räume verlegt sind, befinden sich die 7 anderen Klassen nochin den alten, sehr beengten und zum Theil baufälligen Klassenzimmern. Ucber denUmbau der letzteren und den Ausbau der vom Hochseligen Könige dem Gymnasiodurch die zweite Schenkung übereigneten Lagerhausräumc sind bereits Verhand-lungen bei den städtischen Behörden im Gange. Durch diesen Bau wird es zu-gleich möglich werden, die beiden Lehrerwohnungcn, die 5te und 9te, dem Gymnasiowiederzugeben. Diese Wohnungen befanden sich bis zum Jahre 1831 in dem hinternQuergcbäudc und mußten damals zum Theil zu Klassenzimmern eingerichtet werden,als die unteren Klassen aus dem der Strcitschen Stiftung zugehörigen, dem Gym-nasio gegenüberliegenden Hause, in das Gymnasialgebäude zurückverlegt werden mußten,weil jenes Haus von der Streitschcn Stiftung verkauft wurde.
Außer den oben gedachten Königlichen Schenkungen sind dem Berlinischen Gym-nasio in den letzten 19 Jahren mehrere sehr bedeutende Vermächtnisse und Geschenkezugefallen, von denen wir besonders anführen:
». Das Legat der verstorbenen Scilermeistcr-Wittwe M- F- Schäffer, geborneKerkow, von 9,999 Nthlrn., welche dieselbe auf Bitten ihres vor ihr verstorbenenSohnes, eines dankbaren Schülers des Gymnasii, dem Letzteren vermachte, damit die