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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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IX. Abschnitt.

Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben bei der Haupt-

Armen-Kasse.

ir schließen diese Darstellung, indem wir einen Rechnungs-Ertract der Haupt-Armenkasse für die Jahre 18^ incl. (siehe Seite 253.) beifügen. Uebcr die einzelnenPositionen wird Folgendes bemerkt:

Einnahme.

10. l. An Zinsen. Wie im II. Abschnitt, Seite 173., angeführt worden, wer-den bei der Haupt-Armenkasse die Zinsen sämmtlicher Armen-Anstalten,mit Ausnahme der besonderen Stiftungen, berechnet; es sind also die hierausgeführten Summen nicht bloß Zinsen von den, der Haupt-Armenkasse speciell gehö-rigen Kapitalien, sondern es stecken hierunter auch die des Waisenhauses, des Arbeits-hauses, des Neuen Hospitals und der drei kleineren Hospitäler. Nur das Jahr 183kmacht eine Ausnahme, indem in diesem Jahre auch die Zinsen der später abgesondertgeführten Fickcrschen Stiftung mit 903 Nthlrn. 20 Sgr. 9 Pf. einstweilen verein-nahmt wurden, woraus sich die verhältnißmäßige Mehr-Einnahme an Zinsen für dasgedachte Jahr erklärt.

10. II. Erbpacht :c. Diese Einnahme rührt aus den Einkünften des Do-rotheen- und des Koppeschcn Hospitals her, deren bereits betreffenden Orts gedacht ist.

10. III. ». Kollektengelder aus den Bezirken. Die Erfahrung lehrt,daß die Beiträge der Einwohner, sofern nicht ein besonderer Impuls im Allgemeinenstattfindet, sich in der Regel von Jahr zu Jahr vermindern. Es läßt sich dies auchleicht erklären, weil alljährlich durch Todesfälle ein Theil der Beitragenden abgeht,kcineswcgcs aber dagegen in gleichem Maaße Zugang entsteht.

Im Jahre 1829 waren 29,975 Rthlr. 29 Sgr. 3 Pf. eingckommcn; diese Ein-nahme verminderte sich in den 3 folgenden Jahren und war im Jahre 1833 bis auf20,018 Rthlr. 19 Sgr. gesunken. Im Jahre 1834 richteten wir eine dringende An-sprache an das Publikum und die Einnahme stieg in diesem Jahre auf 30,039 Rthlr.18 Sgr. 0 Pf. Bis zum Jahre 1838 war solche wiederum auf 25,403 Rthlr. 2 Sgr.3 Pf. gefallen; im Jahre 1839 aber, als schon im Winter und Frühjahr einige Ar-men-Kommissionen aus eigenem Antriebe angefangen hatten, die Bewohner ihrer Be-zirke zu erhöhten Beiträgen anzuregen, so wie in Folge unseres JahrcS-Berichts pro1838, durch welchen wir sämmtliche Einwohner dringend zu neuen oder erhöhtenBeiträgen aufforderten, ist die Einnahme im Jahre 1840 wieder auf 34,883 Mhlr.gestiegen.

4,4 10. III. b. Kollektcngelder aus den Kirchen. Es wird jährlich einmal,und zwar am 2ten Oster-Feiertage, in sämmtlichcn hiesigen deutschen Kirchen für dieStadt-Armen kollektirt, außerdem aber auch bei Gelegenheit der Stadtverordneten-Wahlen.

Die Einnahme betrug im Jahre 1829: 802 Rthlr. 8 Sgr. und im Jahre 1840:520 Rthlr. 21 Sgr. 0 Pf. Ein besonderer Grund, weshalb die Einnahme gesunken,läßt sich nicht angeben.

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