Etat pro 1810 einen Micthsertrag jährlich von 82 Nthlr. und bezahlt der Kalkofcn-pächter außerdem an Pacht für jede Klafter Kalksteine, welche er brennt, 8 Sgr. 9 Pstund durchschnittlich jährlich 130 Rthlr. Auch geht jährlich eine Einnahme an Stättc-gcld für die Ablage ein, welche circa 20 Rthlr. beträgt.
Dies Etablissement hat zum Andenken an den vormaligen Stadtverordneten Schulze,der sich um die Belebung des Kalkbruchbetricbeö sehr verdient gemacht, den NamenSchulzenshöhe erhalten.
Von den entbehrlichen Ländcreien dieses Etablissements sind bis jetzt 8 Büdner-stellcn, zusammen 27 M- 110 jZR. enthaltend, jährlich nach dem Etat pro 1840 für3V Rthlr. 13 Sgr. 8 Pf. vcrerbpachtct. In Zeitpacht sind 18 M- 118 sM. zusam-men zu 22 Nthlr. 20 Sgr. Z Pf. ausgegeben und circa 20 M. in Schonung gelegt.
Die Jagd daraus ist für jetzt nicht verpachtet.
13. Der hohle See bei Schulzenshöhe gehörte zum Nittergute Tas-dorf. Ein Thcil desselben wurde vor der Erwerbung von Tasdorf Seitens der Com-mune mit dem Grundstück Bcrghoff von dem damaligen Besitzer veräußert. Der Theil,der zu Tasdorf verblieben war, d. h. der Thcil am linken Ufer des Mühlenfließes undan Schulzenshöhe angrenzend, ist von der Stadt beim Ankaufe der Ländcreien zuSchulzcnshöhe und beim Ankaufe von Tasdorf acguirirt.
Das Rittergut Tasdorf hatte für die Förderung deS Kalkbruchs einen großenWerth, insofern als die Wiesen am Mühlcnfließe zur nothwendigen Hcrunterlegungdes Wasserstandes im Kricnfee unentbehrlich waren, und ohne den Besitz desselben dasMühlenflicß sich nicht erweitern ließ, auch der dazu gehörige Thcil des hohlen Sees,am linken Ufer des Mühlcnfließcs, thcils eine Gelegenheit zur Vcrstürzung des Ab-raums, theils aus anderen Ursachen einen großen Vortheil gewährte.
Da der Besitzer von Tasdorf die unentbehrlichen Theile des Gutes nicht ver-äußern wollte, wurde die Commune veranlaßt, das Rittergut im Jahre 1829 für33,000 Rthlr. zu erwerben. Da jedoch bei der Uebcrgabe des Gutes sehr bedeutende Er-innerungen zu machen waren, so wurde ein Thcil des Kaufgeldes zurückbehalten, und istbereits im Wege Rechtens entschieden, daß jener Kaufpreis eine Ermäßigung erleidet.
Nachdem ein Wohnhaus, eine Brau- und Brennerei nebst mehreren Wirthschafts-gcbäudcn errichtet, der Wasserstand im Kriensec in den Jähren 1829 bis 1831 um8^ 9" gesenkt, von demselben nach dem Mühlenfließ ein Kanal angelegt und das Müh-lenflicß rcgulirt und erweitert worden war, verkaufte die Stadt das Gut mit Ausschlußdes noch dazu gehörig gewesenen Thcils des hohlen Sees und der ihr unentbehrlichenTheile der Wiese, im Jahre 1836 für die Summe von 32,000 Rthlrn-, besondersaus dem Grunde, weil die Administration ihr lästig war.
Das Königliche Berg-Amt ist verpflichtet, den zum Thcil mit Gruz verschüttetenSee räumen zu lassen. Die Fischerei darauf und auf dem Mühlenflicße gewährteine jährliche Pacht von 3 Rthlrn.
10. Die Ablage am Kesselsee ist von der Stadt im Jahre 1838 gegenein anderes Stück Land eingetauscht, nachdem sie schon vorher seit dem Jahre 1819für eine Pacht von jährlich 00 Rthlrn. gemiethet war. Sie hat für unser Grundstückin dortiger Gegend einen großen Werth.
M 17. Insofern unsere Ländcreien am Kricnberge nicht mit der Chaussee inVerbindung standen, ist am 22. Oktober 1824 von den Kossäten TeSmar und Ra-tz emach er zu Hennickendorf ein Ackerstück von 7 M- 131 sZR. für 130 Rthlr. erkaust,und grenzt das Land jetzt in einer bedeutenden Länge an die Chaussee, welches unterallen Umständen gewiß sehr vorteilhaft ist.
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