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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
Seite
106
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und ist für die vcrcrbpachteten Grundstücke an Erbstandsgcld überhaupt die Summevon 23,880 Rthlr. 17 Sgr. eingenommen. Es bezieht die Commune jährlich:

1) an Erbzins 10 Rthlr. 10 Sgr. Pf.

2) an Erbpacht 201 - 28 -< 2 -

3) an Zeitpacht 923 - 8 - 0 -

1) in Körnern, zum größten Theile nach einem 10- oder 30jährigen Durch-schnittspreise, jedoch nicht unter 2 Rthlr. pro Scheffel, zum Thcil aber nach dem Mar-tini-Marktpreise 2100 Schfl. -1 Mtz. Roggen.

Nach den neuesten Listen beträgt die Seelenzahl 3098, und sind die Gebäude bei:

der Land-Feuer-Socictät versichert mit 319,130 Rthlr.

An Klassen- und Kriegsstcuer werden jährlich eingezogen 1,300 Rthlr. 3 Sgr. 10 Ps.

an Gewerbesteuer -180 - 7 - 0 -

und an Landarmengcld 131 - - -

II. In Neu-Moabit sind vorhanden:

32 Grundstücke, die vom Magistrate rcssortiren,

2 dergl., die nicht vom Magistrate rcssortiren,

Die crstercn enthalten 32-1 M- 110^ sZNth. und ist nach dem Urbarium für die ver-erbpachtetcn Grundstücke an Erbstandsgcld die Summe von 2183 Rthlr. Sgr. 8 Pf.vereinnahmt. Die Commune bezieht jährlich

1) an Erbpacht 77 Rthlr. 9 Sgr. 7 Pf.

2) an Zeitpacht 88 - - -

3) in Körnern, in der Art wie all l. bemerkt worden . 383 Schffl. 10 Mtz.

Roggen.

Nach den neuesten Listen beträgt die Seelenzahl 301, und sind die Gebäude bei

der Land-Feuer-Socictät versichert mit 83,000 Rthlr.

An Klassen- und Kriegsstcuer werden jährlich eingezogen 222 Rthlr. 28 Sgr. 11 Pf.

an Gewerbesteuer 93 - - -

und an Landarmengcld , 19 - 3 - 9 -

Erwägt man, daß seit dem Jahre 1817 außer den damals vorhandenen 27 Colo-nistenstellen, außer dem Vorwerk Wedding, dem neuen Wedding und 0 anderen Eta-blissements, alle übrigen Grundstücke großentheils auf nicht urbaren, aus Sandbergcnund Lüchern bestehenden Ländcreien neu entstanden sind, so ist das Resultat, besondersfür den Culturzustand der Umgegend Berlins, wohl ein gelungenes und erfreuliches zunennen.

In den Jahren 1829 bis 1810 incl. sind die Erbpächte von 7 Grundstücken undeine Natural-Leistung zum Betrage von 0,011 Rthlrn. 3 Sgr. 8 Pf. abgelöst.

M 8. Die Plötzenscen in der Königlichen Jungscrnheide sind von derCommune im Jahre 1817 mit dem Vorwerk Wcdding im Wege der Subhastation für100 Rthlr. erstanden, und sind dieselben jetzt nach dem Etat pro 1810 zu 30 Rthlr.in Zeitpacht ausgegeben.

L.ü 9. Die Scharfrichterei.

Die bisherige Scharfrichterei in der Jnvalidenstraße bestand aus einem Wohn-hause und einem Stall- und Wirtschaftsgebäude, so wie aus 10 M. 130 ^>R. Land.Dies Grundstück hat die Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft zum Bahnhof für11,000 Rthlr. unter der Bedingung erstanden, daß an einem andern passenden Orteein Scharfrichterei-Grundstück von 2 bis 3 Morgen, mit ähnlichen Gebäuden, auf