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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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Cholera wegen im Jahre 1831 nöthig wurden, und im Jahre 1834 für Schä-lungSarbeiten 712 Rthlr. ausgegeben.

Das Grundstück enthält Raum für circa 330 Hvspitaliten.

M 44. Das Koppesche Hospital, wegen eines kleinen thurmartigen Aufbauesdas Thürmchen genannt, in der Auguststraße Nr. 59., zu dem der bisherige, seit demIsten Februar 1840 geschlossene Begräbnißplatz für die Armen gehört, besteht auseinem kleinen Gebäude von einer Etage Hohe, in welchem 21 alte Frauen wohnen,und eine Hausvater-Wohnung angebracht ist. Das Hospital ist im Jahre 1708 unterMitwirkung des Rathmanns Koppe gestiftet, der auch im Jahre 1705 zwei große, zumBegräbnißplätze für die Armen genutzte Plätze geschenkt hat.

In Berücksichtigung der theilweisen Ueberfüllung dieses Begräbnißplatzes undauch in Rücksicht der bestehenden Bestimmung, daß keine Begräbnißplätze mehr inner-halb der Stadt befindlich sein sollen, sind jetzt zwei andere Begräbnißplätze außerhalbder Stadt, von welchen ml 47. und 79. Erwähnung geschehen wird, angelegt, und istes die Absicht, den jetzigen Begräbnißplatz, von dem schon früher bedeutende Thcileveräußert sind, späterhin zu parcelliren, ihn nach und nach zu veräußern, und dereinstvielleicht eine neue Straße anzulegen und ein neues Hospitalgebäude zu erbauen.

Im Jahre 1831 ist bereits, wie ->ü 35. bemerkt worden, eine seit vielen Jahrennicht mehr zu Begräbnissen genutzte Parcelle von 16s^ ssjRuthcn zu einem Commu-nal-Schulhause für 700 Rthlr., und in den Jahren 1830 und 1838 das erforderlicheTerrain zu der vom Stadtrath Hollmann gegründeten

„Hollmann's Wilhelminen - Amalien - Stiftung "hergegeben (siehe x-ex. 90.).

Auf dem Hofe befindet sich das Erbbegräbniß der Koppeschen Familie, in wel-chem die Leichen mumienartig eintrocknen, und auf dem Begräbnißplätze ein im Jahre1811 auf Königl. Kosten eingerichtetes kleines Haus zur Aufbewahrung der durchUnglücksfälle gestorbenen unbekannten Personen und zur Obduction derselben.

^4(1 45. In dem Hospitale, das Spletthaus genannt, am Georgen-KirchhofNr. 18., einem kleinen Gebäude, welches 53^ lang, 25Z^ tief, von Fachwcrk und 2Etagen Höhe, im Jahre 1754 wieder neu erbaut ist, befinden sich 8 Stuben, in wel-chen jetzt 24 Hospitalitinnen freie Wohnung genießen.

Ucber den Namen und Ursprung, so wie über die früheren Verhältnisse diesesHospitals sind nur unzuverlässige Nachrichten vorhanden. Es soll seinen Ursprungzweien alten Leuten zu verdanken haben, die sich vom Splettreißen ernährten, undnach deren Bestimmung 4 Stuben zur Wohnung für 12 alte Frauen, und 4 Stubenzur Vermiethung bestimmt waren, deren Mietvertrag den Hvspitaliten zugetheiltwurde. Im Jahre 1718 wurde es Splett- und Pestilenzhaus genannt, welche letztereBenennung auf einen andern Ursprung schließen läßt.

Im Jahre 1823 wurden die vcrmictheten Wohnungen noch für 12 Hospitali-tinnen eingerichtet, welche Einrichtung 321 Rthlr. kostete. Die jetzigen 24 Hospitali-tinnen erhalten nun Benefizien aus den Armen-Fonds.

In den Jahren 1829 bis 1839 sind keine bedeutende Bauten vorgekommen.

M 46. DaS Dorotheen-Hospital am Georgen-Kirchhof Nr. 10. u. 17., ur-sprünglich für 12, jetzt für 24 Hospitalitinnen eingerichtet, ist von Dorothea, der zwei-ten Gemahlinn des großen Kurfürsten, und andern Personen in den Jahren 1072 bis1674 gestiftet. Es ist ein hölzernes Gebäude, 61^ lang, 40z^ tief, eine Etage hoch,

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