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drei Läden parterre ohne Wohnung,
vier Läden im Keller (zu einem der Läden gehört eine Wohnung),
drei vermicthctc ehemalige Scharren auf dem Hofe,
einige vcrmicthcte Kcllcrräumc,
die Raths-Waagc,
ein Spritzen- und
ein Gcräthe-Gclaß, welche beide letzteren aus 2 Scharren gebildet sind.Für die vcrmiethctcn Lokale gehen jetzt an jährlicher Micthc 1,339 Rthlr. ein.
Die Commune hat beschlossen, dem Fiscus für die gänzliche Räumung derGelasse des Stadtgerichts und des Vormundschastsgerichts eine Entschädigung von16,666 Rthlr. zu bezahlen, und ist hiernach zu erwarten, daß nunmehr die längst ge-wünschte Abtragung der Vorbaue am Rathhausc, au der Seite der Königs- und Span-danerstraße, zum ehemaligen Thurme, zur Stadtkafsc, Kämmcrei u. s. w. in einigenJahren erfolgen wird.
In den Jahren 1829 bis 1839 incl. sind die Gelasse der Kanzlei, der Bau-und der Forst- und Ockonomie-Deputationcn und des Stadtsecrctariats, der Erpedi-tion und einige andere Lokalicn verändert und für die Schul-Dcputation ein besonderesGelaß eingerichtet. Diese Bauten haben circa 1,366 Rthlr. gekostet. °)
4.c! 2., 3. u. 4. Betreffend das Cöllnische Rathhaus, Gcrtraudtcnstraße Nr. I.,das dazu gehörige Gebäude am Petri-Platz Nr. l. und das dazu gehörige Gebäude inder Scharrnstraße Nr. 23., ist zu bemerken:
daß an dieser Stelle mindestens seit dem Jahre 1442, d. h. seit der Tren-nung des Berliner und Cöllnischen Magistrats, ein Rathhaus gestanden hat.
Eine unvorsichtige Reparatur vcranlaßtc im Jahre 1612 den Einsturz dessel-ben, und es ward im Jahre 1613 wegen des schlechten Grundes neu gebaut und miteinem Thurme versehen.
1636 ward eine bedeutende Reparatur vorgenommen; im Jahre 1716, nacherfolgter Combinirung der Magisträte von Berlin und Cölln, ward der Thurm unddas Rathhaus abgetragen und in der bestehenden Art neu erbaut.
Der Grundstein wurde vom Könige Friedrich I. am 27sten Mai 1716 an derEcke der Brcitenstraße gelegt.
Die Fortsetzung des Thurmbaues und die Fortsetzung des Baues an der Seiteder Scharrnstraße unterblieb, weil es dazu an Geld fehlte, und Friedrich Wilhelm 1.bestimmte, daß die Raths-Vcrsammlung im Berlinischen Rathhause stattfinden sollte,so daß hierher nur die Scrvis-Commission verlegt wurde.
Beim Brande der Pctri-Kirche im Jahre 1869 wurden die Gebäude -rü 4. amPetri-Kirchplatze bedeutend beschädigt und das Rathhaus selbst nur durch große An-strengungen erhalten.
Im Jahre 1736 ist das Cöllnische Gymnasium, welches früher am Hundemarkte(dem Pctri-Kirchplatzc) nach der Scharrnstraße zu befindlich war, hierher verlegt, undist hierbei zu bemerken, daß dies Gymnasium vom Jahre 1767 bis 1826 mit demBerlinischen Gymnasium in der Art vereinigt war, daß im Cöllnischen Rathhausc nur
') Die Angaben der Kosten hier und bei allen übrigen Bauten sind deshalb nicht immer genau anzugeben, mciin den Rechnungen sehr häufig auch Reparatur-Arbeiten und andere Kosten mit inbegriffen sind, so dafi dieselben auchnicht überall mit den Angaben der Kämmerei-Berechnung übereinstimmen. UebrigcnS sind die Gro-schen und Pfennige überall fortgelassen.