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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
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BcmcrkenSwcrth ist noch jetzt der sogenannte Kaak, ein Spottbild an dem Eckpfeilerdes Vorbaues in der Spandaucrstraßc, unter welchem der Pranger befindlich war.

Im Jahre 1581 brannte abermals das Rathhaus und der Thurm bis auf dieMauern ab, und wurde demnächst wieder erbaut.

Im Jahre 1093 wurde der Thcil des RathhauscS an der Seite der Span-daucrstraßc nach einer Zeichnung von Nering erbaut und ist nach erfolgter Vereinigungaller einzelnen Stadtthcile unter einem Magistrate, im Jahre 1709 der vorgcdachtcgroße Saal zu den rathhänslichcn Geschäfts-Lokalen ausgebaut, und im Jahre 1710das Waagcgebäude in der Königsstraßc erbaut worden.

In den Jahren 1705 bis 1709 wurde ein Erwcitcrungs-Bau im Innern vorge-nommen, in den Jahren 1798 und l799 ein neuer Seitenflügel nebst Quecrgebäudcmit fünf Schlächterscharren erbaut, im Jahre 1819 der obere Thcil des Thurms we-gen Baufälligkcit, und im Jahre 1840 auch der untere Thcil des Thurms, der nachder Königsstraßc hervorsprang, abgetragen.

Ehemals war das Rathhaus der Sitz des Magistrats, des Stadtgerichts und derVormundschaftö-Bchördc, die auch vom Magistrat rcssortirtcn, der Polizei-Verwaltungund der Armen-Direktion. Ganz in früherer Zeit ist im Rathhause von einemStadt-Rcntmcistcr der Schoß nebst den sogenannten Bicrgeldcrn der mittel- nkermär-kischen und ruppinischcn Städte erhoben. Mittelst der Allerhöchsten Kabincts-Ordrcsvom 9tcn April 1787, 20sten April 1788 und löten März 1789 ist das vormaligeGebäude der Tabacks-Administration, am Molkcnmarkt Nr. 1., für den Polizei-Direktor,der zugleich fspätcrhin unter dem Namen eines Stadt-Präsidenten) als Dirigent desMagistrats sungirte, zum Polizei-Gelasse, zum Criminal-Gcrichtc, so wie zu den Po-lizei- und Criminal-Gefängnissen hergegeben, und sind die desfallstgcn Neubauten undVeränderungen in den Jahren 1789 bis 1790 ausgeführt, so daß in den letzten Bau-jahren das Gelaß der ganzen Polizei-Verwaltung und der Verwaltung der Criminal-Deputation des Stadtgerichts nach dem Grundstück Molkcnmarkt Nr. 1. verlegt wurde,auch der Polizei-Direktor die Amtswohnung bezog. Gleichzeitig ist im Jahre 1787 dieArmen-Direction nach dem deutschen Thurmc auf dem Gcnsdarmcn-Markte verlegt.Die dadurch geräumten Gelasse im Berlinischen Nathhause sind zur Erweiterung fürden Magistrat, für das Stadtgericht und das Vormundschafts-Gcricht genutzt.

Für das Königliche Stadtgericht schenkte Sc. Majestät der König im Jahre1810 das ehemalige Gouvernements-Haus in der Königsstraße Nr. 19., mit Ausnahmeeines davon anderweitig verkauften großen Platzes.

Im Frühjahr 1812 bezog das Plenum des Stadtgerichts und im Winter dieCivil-Deputation des Stadtgerichts das Haus des jetzigen Stadtgcrichts-Gcbäudcs.

In den Jahren 1810 bis 1821 sind für Bauten im Stadtgerichts-Gebäudevon der Stadt bezahlt 1,200 Rthlr. Seit dem Jahre 1821 wurden für die Unterhal-tung dieses Gebäudes keine Zahlungen mehr geleistet.

Jetzt sind, außer den Räumen für die Verwaltung des Magistrats, im Berli-nischen Nathhause noch befindlich:

die Räume für die Hypotheken-Deputation des Königl. Stadtgerichts undein Zimmer, welches ursprünglich zu dcponirtcn Testamenten bestimmt war,das Gelaß des Königlichen Vormundschaft-Gerichts, mit Einschluß des De-

positoriums desselben,die Kastellans-Wohnung,zwei Nuntien-Wohnungen,ein Laden garteire mit einer Wohnung,