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Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
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Ende 1829 war die Zahl der laufend unterstützten Almosen-Empfänger 4,347

Ende 1849 waren es 5,138

zwar mehr 791,

es hätten jedoch im Verhältniß zur gewachsenen Bevölkerung sein können 5,599

und sind also weniger 371

als Resultat der thätigcn Aufsicht der Armen-Kommissionen, in sofern nicht viel-leicht noch andere Umstände hierauf eingewirkt haben sollten.

Der Bericht der Armcn-Direction geht nun zur Entwickclung der Verhältnisseder Commune zur Charit« über, wodurch der ersteren eine jährliche Mehr-Aus-gabe von circa 15,909 Rthlrn. erwachsen ist; sodann auf die Ursachen der Ver-mehrung der Ausgaben durch

die Armuth der Stuhlarbeiter,die leichtsinnigen Hcirathen,

den Andrang unbemittelter Personen von außerhalb und

die Ucberlassung der Siechen an die Commune Seitens der Charit«.

Ferner wird die Verbindung mit den hiesigen Wohlthätigkeits-Anstalten be-leuchtet, auch mitgctheilt, daß in Bezug auf die Armen-Krankenpflege Berlin in13 Medizinal-Bezirke gctheilt sei, und die Ausgaben für diesen Zweig der Armen-pflege sich durch dessen wesentliche Verbesserung in den verflossenen 12 Jahren,ercl. der neueren Charitekosten, um circa 19,999 Rthlr. vermehrt haben.

Die Zahl der Armen-Kranken war 1829 14,923 .

1840 28,194,

fast doppelt so viel, was aber in der größeren Fürsorge und auch iu der, jetztdurch das neu gestaltete Verhältniß der Commune zum Charitekrankenhause ge-botenen, Verhinderung des Andrangs zu letzterem seinen Grund findet.

Die Bettel-Polizei ist seit 1839 auf die Königliche Polizei-Verwaltung über-gegangen, was der Commune, wie schon oben erwähnt, eine jährliche Mehr-Ausgabe von 2990 Nthlrn. verursacht, da früher nur 1999 Rthlr. darauf ver-wandt wurden.

Die freiwillige Beschäftigung der Armen hat immer viel Schwierigkeitengehabt; das Holzklcinmachcn hat noch am ersten eine solche Beschäftigung gewährt,so wie weibliche Handarbeiten für die Frauen Eingang gesunden haben. Vor-züglich erfolgreich aber ist der seit 1833 eingeführte Kartoffclbau gewesen undhat sich als höchst wohlthätig erwiesen.

In neuester Zeit hat durch die Gnade Ihrer Majestät der Kaiserin vonRußland der Thcil der Armenpflege, die Beschäftigung der Armen betreffend,eine neue Anregung erhalten, indem Allerhöchstdieselben der Stadt zur Errichtungeiner Anstalt für Beschäftigung der Armen, unter der Benennung „Friedrich-