Druckschrift 
Bericht über die Verwaltung der Stadt Berlin in den Jahren 1829 bis incl. 1840
Entstehung
Seite
III
Einzelbild herunterladen
 

III

durchschnittlich auf 2^ pCt. *) herausgestellt, so darf man nur von 331,894auf diese Weise zurückrechnen, um die wahrscheinlich richtige Bewohnerzahl pro1829 und 1830, wie wir sie für unfern Zweck brauchen, zu ermitteln.

Hiernach ergeben sich folgende Bevölkerungs-Zahlen:

ultimo 1829 .... 202,000 ohne Militair

- 1830 .... 207,077 -

- 1837 .... 311,007 -1840 ... 331,003 -

welche letztere ziemlich genau die vom Königl. Polizei-Präsidio mitgetheilte Sce-lenzahl ist.

Die Bevölkerung Berlins bestand also ultimo 1829 mit dem Weichbilde

und ohne Militair aus 202,000 Seelen

ultimo 1840 betrug sie 331,003 -

sie hat folglich feit 1829, innerhalb der 11 Jahre 1830 bis 1840

incl., um 09,003 Seelen

zugenommen.

Diese Zunahme ist aber hauptsächlich durch Zuzug von außerhalb her ent-standen. Denn es sind in den 11 Jahren von 1829 bis 1839 mehr Einwoh-ner geboren als gestorben 8,200**),

dagegen mehr eingewandert als fortgezogen 51,780"*),

so daß jährlich im Durchschnitt mehr geboren als gestorben sind . . 740,dagegen mehr eingewandert als fortgezogen 4,707.

Bei der Berechnung der Neberzahl der Gebornen über die Zahl der Gestor-benen, sind die beiden Cholera-Jahre 1831 und 1837 mit eingeschlossen. Indiesen Jahren war aber die Ueberzahl auf Seiten der Gestorbenen, und zwarstarben mehr als geboren wurden:

1831 077,

1837 1,348, ziemlich genau noch einmal

so viel als 1831.

Rechnet man nun diese beiden Jahre nicht, so stellt sich die durchschnittlicheVermehrung der Seelenzahl von 1829 bis 1839 durch den Ueberschuß der Ge-burten jährlich auf 1,137 Seelen. Einzelne Jahre differircn dessen ungeachtetnicht unbedeutend.

°) vonk, Staats-Zeitung von 18Z9, Nr. 89.

") Diese Zahlen sind aus den statistischen Mittheilnngen, Staats-Zeitung von I8Z9,Nr. 89 und 90, und von 1840, Nr. S9, entnommen. Im Vergleich zur angenommenen Basisund Zunahme der Bevölkerung um 2^ pCt. jährlich, scheinen sie zu niedrig, doch hat dies aufdie daran geknüpften Betrachtungen keinen wesentlichen Einfluß.