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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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z6t,

Uneinigkeit unter ihnen anzuspinnen, welches bep ihrer Rshheit und ihrem Geize nicht schwer fiel(S. 1L4-).

Die meisten dieser von Norden her eingebrochenen Völker, welche'sich in den südlichen Landernfestgesetzt hatten, wurden bald von der herrschenden Weichlichkeit der Ueberwundcncn angesteckt, undwurden hiedurch unfähig/ die Beschwerlichkeiten des Krieges zu ertragen. Die Vandalen waren imPfuhle der Wohllust versunken, ausgesuchte Leckerbissen, weibische Kleidung, Bäder, Musik, Tanz,Gärten, Theater, waren ihnen zum unentbehrlichen Bedürfnisse geworden (S. iz6.).

Ein rohes ungebildetes tapferes Volk, das in seiner ursprünglichen Reinheit aus derHand der Natur hervortritt, hat seinen ganzen Werth, seine ganze Kraft in der Einfach-heit seiner Sitten, in seiner Genügsamkeit, in seiner Treuherzigkeit, in seiner physischenKraft, und der aus dem Bewußtseyn derselben entspringenden Tapferkeit, endlich in derblinden Hingebung an denjenigen, den es als seinen Heerführer anerkennt. Ein solchesVolk versinkt aber auch sogleich in seine Nichtigkeit, wie es von jenen Charactcrzüge«abweicht. Es vermag dann nichts mehr gegen die List und Kunstgriffe gebildeter Nationen,und tragt schon das ihm unvermerkt auferlegte Joch, wenn es noch schwelgend von seinenSiegen träumt. Auch nimmt gewöhnlich ein barbarisches Volk von Eroberern jenes schmah-lige Ende; denn es nimmt sehr leicht alle Gebrechen cultivirter Nationen an, ohne an derBildung derselben Theil zu nehmen; höchstens vermag es das Acußere in Ausdrücken, Ge-behrden und Lebensart, das dem Gebildeten zukömmt, nachzuäffen.

Wäre das römische Reich nicht schon so tief gesunken gewesen, und waren nicht un-ausgesetzt barbarische Horden nachgerückt, so würde durch jene barbarischen Völker Romnicht untergegangen seyn; allein, es ging größtenthcils durch sich selbst unter.

§. Z74. Bclisar eroberte Carthago, Rom und Naveuna, und ließ die Könige der Gothen undVandalcn gefesselt noch Constantinopel führen, wo man wieder nach so langer Zeit die alten Triumphesich erneuern sah. Die tyrannische Regierung Justinians vermochte weder die Grüße jenes Geistes,noch das Erhabene jenes Genius zu unterdrücken. Unter einem Feldherr«, welchem alle Eigenschaftten und Grundsätze der ersten Römer noch eigen waren, bildete sich eine Armee, noch ganz jener gleich,als ehedem die römischen Heere waren.

Allein das unwürdige Verfahren Justinians, seine Verschwendung, seine Bedrückungen, seineRaube, seine unmaßige Sucht zu bauen, zu verändern, das Herkömmliche nieder zu reißen und an.'ders zu schassen, die Unbeständigkeit in seinen Zwecken, die Härte und Schwäche seiner Regierung,welche, seines langwierigen Greisenalters wegen, kein Ende nehmen wollte; dieß alles waren unglück-liche Ereignisse, welche sich zu unnützen Siegen und zu einem fruchtlosen Ruhme gesellten. Je schnellerdie Eroberungen gemacht wurden, desto weniger waren sie von Dauer (S, izy. und S. 190.).