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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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Z44

Achte A b t h e i l u n g.

?l n t h V o p i 6 Nl u 6.

H. Z4;. Der 7luthropismuö der Natur äußert sich dadurch, daß wir Key Betrachtungder Menscheugeschichte jene zu defiuiren und in bestjinmte Grunzen zu fassen unmöglichen,sondern bloß in der Idee aufgefaßt zu werden fähigen Erscheinungen wahrnehmen, welcheden Gegenstand des philosophischen Beschickst- und Menschenforscherö ausmachen. DieNatur deö Menschen spricht sich in diesen Erscheinungen vielleicht deutlich genug aus, daßwir es wagen dürfen, jener auf diesem Wege nachzuspüren; eine Aufgabe, die fteylichnicht mit jener Präcision und Bestimmtheit gelöst werden kann, als jene der mathemati-schen Physik. Allein, crstere erseht reichlich jenen Nachtheil durch die Vielseitigkeit, durchdas hohe und lebendige Interesse ihres Gegenstandes und durch die Fülle der sich daraufbeziehenden Bilder, welche uns hie und da gestatten, jene Symbole zu entzisftrn, durchderen innige Erkenntniß wir des höchsten intellectuellen Genusses, eines liefern Blicksin uns selbst, als integrirenden Theile der Menschheit überhaupt, theilhaftig werden.

Die Menschcnnacur aus der Geschichte ergründen, heißt: jene aus ihren Erscheinun-gen auf allgemeine Gesetze zurückführen. Aus der Geschichte ganzer Nationen über-haupt muß aber dieses geschehen, nicht aus der einseitigen Betrachtung unseres Ich'S,oder irgend eines einzelnen Menschen. Denn hier treten individuelle spccielle, zum Theilbizarre Eigenthümlichkeiten ein, welche die Grundzüge des Menschlichen dergestalt verrücken,daß das Urbild über den Modisicationen osc nicht erkannt werden kann. In der Nationhingegen heben sich alle dergleichen Individualitäten gegenseitig auf, und in der Volks-stimme, in den öffentlichen Aeußerungen erscheint gleichsam der Urmmjch, das concentrirteMenschenwesen mit uuverzerrten Zügen.

Wie in dein ganzen Verlause dieser Schrift trachte ich auch hier, von Haupterschei-nungcn auszugehen, und wage erst, wenn ich aus diesen Erscheinungen ein Gesetz, eineRegel zu erspähen vermochte, durch Verstand und Phantasie geleitet, die Erscheinungenaus der Theorie zu erklaren, ohne jedoch auf die Aussprüche solcher theoretischer Entwick-lungen einen andern Werth zu legen als hiedurch neue Spuren zu weitem Untersuchungenhervorgerufen und dein Geiste Gelegenheit zu jener vielseitigen Ausübung seiner Thärigkeitdargeboten zu haben, welche uns unftrm höhern Zwecke näher bringt. Nicht die Naturund uns Selbst jemals zu fassen; aber diese beyden Gegenstände unaufhörlich zu er-forschen, in dein unbegreistichm Kunstwerke, das uns Außenwelt und Mcnschennaturdarbieten, hieran unfern Geist unaufhörlich zu üben, wodurch wir vielleicht einstmalen zudem Ahnen desjenigen gelangen können, das nur gefühlt, nicht ausgedrückt werden kann;