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Vierte A b t h e i l u n g.
C o m b i n a k i o n i s m u s.
§. 175. Der Combinationismus der Natur äußert sich dadurch, daß wir in vielenFallen durch ein Zusammentreten mehrerer von einander qualitativ verschieden erscheinen-der Substanzen, eine oder mehrere Substanzen erhalten, woran wir Eigenschaften wahr-nehme», welche von jenen etwas abweichen, die wir an den ursprünglich getrennten Sub-stanzen bemerken konnten, jedoch immer nur so, daß in diesen veränderten Eigenschaften,immer nur die Combination der ursprünglichen Eigenschaften hervorleuchtet.
Nach meinen Ansichten von der Umstimmung der Typen folgt, daß in der Aus-übung des CombinationismuS höchstens ein inniges Durchdringen der verschiedenen Sub-stanzen wechselseitig gegen einander statt finde, daß aber nie jene Wechselwirkung unterihnen eintrete, wodurch eine Umstimmung der Typen in diesen Substanzen hervorgebrachtwürde. Da hingegen in der Ausübung des Chemismus, nicht bloö ein inniges wechsel-seitiges Durchdringen, sondern eine solche wechselseitige Einwirkung der Substanzen aufeinander vor sich geht, daß in denselben die Typen zur sinnlichen Darstellung umstimmtwerden. Im ersten Falle erscheint daher die Combination der unveränderten ur-sprünglichen Typen der getrennten Substanzen; im zweytcn Falle hingegen erscheint dieCombination der umstimmten Typen, folglich ein Typus, in welchem sich die ursprüng-lichen Typen der getrennten Substanzen gar nicht mehr erkennen lassen.
In der That wird nach dieser Erklärung das Phänomen der Combination von jenender chemischen Verbindung schneidend abgesondert; die Gränzen dieser zwey sehr verschie-denen Actione» der Natur werden hier mit wissenschaftlicher Praciston bestimmt, welchesvon der gewöhnlichen Weise, das Wesen der chemischen Verbindungen zu betrachten, nichtbehauptet werden kann. Es läßt sich überhaupt nicht begreifen, wie, selbst aus der in-nigsten Verbindung verschiedenartiger Stoffe, eine Substanz entstehen soll, die von den indie Verbindung tretenden Stoffen ganzlich verschieden wäre.
Daß die chemische Verbindung sich nicht bloS durch eine innigere Verbin-dung von einem mechanischen Gemenge unterscheide, folgt schon daraus, daß die Verbin-dung zu einem blos mechanischen Gemenge sich durch jenen Streit, jene innere Revolu-tion in der ganzen Masse nicht äußert, wie die Verbindung zu einem chemischen Gemi-sche. Laßt man z. B. Wafferstoffgaö und Sauerstoffgas unter einerlei) Recipienten zusam-men kommen, so werden sich diese beyden Gasarten sehr innig durchdringen, so, daß manauf keine Weise einen Theil des einen oder des andern Gases aus dem Gemenge fürsich auszuheben vermöchte: allein während dieser wechselfmigen Durchdringung, dieser in-