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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Siebente A b t h e i l u n g.

Organismus.

§. 268. Der Organismus drr Natur äußert sich dadurch, daß wir die mannigsaitigen LebenScrscheiuungeu wahrnehmen

§. 269. Werl» eigentlich eme LebenScrschciuuug bestehe, laßt sich nicht destm'reu;das Leben laßt stch nicht als Begriff innerhalb bestimmter Glänzen angeben, es mußals Idee aufgefaßt «vertun, wobei) dem Geiste die Combiuation des Mannigfaltigen zurEinheit, als ein Ganzes eben so vorschweben muß, wie bei) der Idee von einem Werkeder Kunst. Einige H.mptzüge, wodurch dem Verstände und der Phantasie doch das Bilddes Lebens einigermaßen dargestellt werden möchte, glauben wir in folgenden Momentenzu finden.

Zusammenhang der Theile unter einander. Totaltcndenz als etwas für sich Beste-hendes, gegen die einzelnen Theile sich gcbiethend äußerndes, und hieraus diese als bloßeMaterialien zu einem Ganzen verwendend. Die Tendenzen am verschiedentlich Gebildeten,das an einem und demselben Ganzen erscheint, treten als sich wechselseitig unter einanderbestimmend auf (durch die Theile desteht und bestimmt stch das Ganze, und umgekehrt durchdas Ganze jeder einzelne Theil; in stch geschlossener Zusammenhang, sich selbst bedingendeSchöpfung, wenn gleich noch immer abhängig von der Außenwelk; Mikrokosmus im Ma-krokosmu ) Dle Art«'ität kennt hier keine Gränze; unaufhörliches Umwandeln, Bilden,Vernichten und Schaff';«; fortwährende Tendenz, den Typus des Subjectiven am Objek-tiven zu wecken (beständige Asstimlarwn und Ausscheidung); das Leblose zu beleben, dasniedere Leben zum höheren zu erheben, und solchergestalt das Herrscheu über die ganzeNacur laut zu verkünden. Krummlmigte Begränzung, und daher der Ausdruck des Un-endlichen schon in der Form u. s w.

Die Lebenserschi mung ist nicht nur nnbegreistich, ihren letzten Prinzipien und Bewe-gungsursachen nach, unergründlich, sondern sie ist auch unbeschretblich, aller Definition un-fähig. Sie kann bloß als Idee aufgefaßt werden, ohne daß mau im Stande wäre, die

*) Hier bedeutet der Ausdruck Organismus eine Actio» der Natur, so wie Mechanismus, Che-mi-mus u. s. w. Wir werde» aber iu der Folge das Wort Organismus öfters iu einem ander»Sinne nehmen, nämlich nicht als Actio» der Natur, sondern als das bestehende System am orga-nisteten lebenden Wesen. In einem ähnlichen Sinne werden «vir den Ausdruck Welt 0 rgaui 6 m » Sanwenden, n imlich, als die Combination aller lcbc> den Wesen zu einem einziger lebenden Wesen,w.bcy «vir unter allen einzelnen lebenden Wesen eben so eine Wcchsclwirtung, ein wechselseitiges Be-di -gen, wechselseitige Sympathie und wechselseitigen Antagonismus annehmen, als dieses unter deneinzelnen Tycilcn an cinerlcy lebendem Individuo wahrgenommen «verde» kann.

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