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dignngswerke, die an diesen Flüssen waren aufgebaut worden, und machle sich bcpde Reiche zinsbar(S. 176.).
Nach Attilas Tode fielen die barbarischen Nationen wieder ans einander; allein die Römer warenbereits so geschwächt, daß auch das kleinste Volk ihnen gefährlich werden konnte (S. 178.).
Es war eben nicht dieses oder jenes feindliche Einfallen wodurch das Reich z» Grunde ging;sondern alle feindlichen Einfälle zusammen genommen trugen dazu bcy. Seit jenem so allgemeinenEindringen der Barbaren unter Gallus schien das römische Reich wieder hergestellt worden zu scyn,indem es seit jener Zeit Nichts von seinem Lande vcrlohrcn hatte, allein es ging Schritt vor Schrittfortwährend seinem Verfalle und endlich seinem gänzlichen Untergänge entgegen, bis es unter Area/dius und Honorius plötzlich zusammenstürzte (S. >7?.).
Man hatte die Barbaren in ihr Land zurückgedrängt; aber umsonst! sie hatten sich ohncdießzurückgezogen, um ihre Beute in Sicherheit zu bringen. Man richtete große Verheerungen unterdenselben an; allein was half dicß! die Städte waren darum nicht weniger zerstört, die Dörferein Raub der Flammen geworden, die Familien gclödtct und zerstreut (S. 17?.).
Wenn die Barbaren eine Provinz ausgeplündert hatten, so sahen sich die ihnen nachfolgendengcnöthigt, aus Mangel an Raub die nächst anliegenden Provinzen zu überschwemmen. Sie fingenerst dann an sich in den Provinzen festzusetzen, als sie nichts mehr zu rauben fanden, und als dieRömer nicht mehr im Stande waren, durch ungeheure Tribute ihre Rückzugs zu erkaufen (S.17?. S. 180.).
Nachdem das Reich wirklich (nicht bloß dem Nationalsinne nach, sondern auch rücksichtlich sei/ner äußern Form) gctheilt worden war, so weigerten sich die orientalischen Kaiser ihre Verbindungenmit den Barbaren aufzuheben, um dem oceidcntalischcn Reiche Hülfe zu leisten (S. i8>.).
Die Kaiser, welche im Occident herrschten, handelten oft mit vieler Staateklughcit. Sic sahenein, daß es wesentlich darauf ankomme, Italien, welches so zu sagen als der Kopf und das Herzdes Reichs zn betrachten war, zu retten u. f. w. Dicß wohl ausgcdachte System, wornach dieBarbaren hatten können gezwungen werden, in der Folge den Römern unterwürfig zu werden, warddurch eine Empörung vereitelt, welche dem Reiche im höchsten Grade nachtheilig war u. f. w.(S. 18Z.).
Heben wir diese Hauptmomcnre aus der Untergangsperiodc des ehedem so unüberwind-lichen allenthalben so fürchterlichen Roms heraus, und fasten sie in einen Hauptübcrblickzusammen, so sehen wir, daß jenes historisch so merkwürdige Reich nicht etwa aus dieseroder jener Veranlassung zu Grunde ging, sondern aus einer unzahligen Menge von Ver-anlassungen zu gleicher Zeit: oder, wie uns dicß ein noch tieferer Blick in die Natur de«Gegenstandes bcweißt, ^aß das römische Reich durch ein inneres Gebrechen, gleichsamdurch einen organischen gehler in jenen Zustand von Disharmonie, von Entzweyung, nnd