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deckung reif war; und wir dürfen annehmen, dir Zeit sey es gewesen, welche dem Geistejener Heyden Männer die Richtung «'checkte, welche zu so glorreichen R-sicktaten führenkonnte. Es versteht sich übrigens von selbst, daß der Gessr der Zeit am kraftigsten jeneIndividuen ergreift, jene am höchsten stimme, welche zu dem Impulse die fähigsten sind.
Die großen Begebenheiten der Nationen, ja selbst der ganzen unter einander in Ver-bindung stehenden Menschheit sind oft die notwendige Folge des allgemeinen Znstandes,ein Resultat der Zeit, die factische Darstellung des Gesetzes, nach welchem sür ganze Na-tionen eben sowohl ein gewisser PcriodiSmus besteht, als an den Bewegungen des Him-mels, an den Jahrszciten, an den sich aus einander entfaltenden Lebensbildern, an derPflanze, am Thiers, an: Menschen. Jene großen Begebenheiten werden dann freylich oftdurch einzelne Individuen herbeygeführt; allein diese sind nicht als die unmittelbaren Ve-hikeln solcher Ereignisse zu betrachten; sie sind, durch ihre Zeit begeistert, zum Werkzeugedes Vollbringens aufgcfodert, in ihnen drückt sich nur die Zeit durch die unverkennbarstenauffallendsten Schriftzüge aus; und die scheinbar über die Menge Herrschenden sind oft dievon der Zeit am allermeisten Beherrschten; bestünden sie nicht, so.würden sich andere gefun-den haben, welche ihre Rolle übernommen hätten.
Analogie. Die Menschheit, in so ferne Austausch von Waaren und Ideen, in sofern gemeinschaftliches oder sich kreuzendes Interesse eine Wechselwirkung hervorbringen, dieMenschheit läßt sich als ein organisches Ganze betrachten, wobey ähnliche Gesetze statt fin-den, als an dem einzelnen Organismus. Der Zustand des Ganzen bestimmt einzelne Theiledes Ganzen zu gewissen Actione», welche auf das Ganze zurückwirken, nicht aber durchsich selbst, fondern als ursprünglich vom Ganzen dazu aufgefordert werden. Befindet sichz. B. der organische Körper überhaupt in jenem abnormen Zustande, den wir Neigungzur Krankheit nennen können, so wird es von sehr geringfügigen äußern Umständen abhän-gen, welcher Theil des Körpers, oder welches der den Körper constituirenden Systemesich vorherrschend abnorm äußern werde; ist dieß einmal entschieden, so geht dann die Ein-wirkung des sich abnorm verhaltenden Thciles auf das Ganze über, und nicht selten erfolgthieraus der Tod des organischen Wesens. Dieser ist aber nicht dem vorherrschend abnor-men Theile des Körpers unmittelbar zuzuschreiben, sondern der ursprüngl chen Aono initätam ganzen Snsteme, die sich dann im einzelnen Punkte concentrirte, wodurch das organi-sche Gleichgewicht vollends zerstört wurde.
H. Z64. Cicero ließ sich durch den Wunsch, seinen persönlichen Feind Antonius z» stürzen, ver-kette» , das Emporkommen des OctavinS zu begünstigen, und statt dahin zu wirken, Castro Andenkenbcrni Volke zu schwachen, brachte er vielmehr Casars Zhaten in Nüekerinnerttng. Oeraw-i bmmgsich gegen Cicero mit der Gewandtheit eines Weltmanns; er schmeichelte ihm, lobte ihn, bat ihn um