35Z
lich als zum Systeme gehörig betrachtet wurden, sondern der Stillstand würde hier alscombmirces Resultat der Kräfte am Systeme, und zugleich der von außen einwirkendener scheuten; es wu den hier die zum Systeme ursprünglich gerechneten Kräfte in ihrer frcyenAeußcrung gehindert.
§. z6i. Die ursprünglichen Gesetze Roms wurden in der Folge unfähig, die Republik zu leiten.Uebcrhnnpt ist dieß eine Erscheinung, die sich von jeher bestätigt hat, daß jene Gesetze, welche voll,kommen dazu geeignet waren, einer unbedeutenden Republik die Oberherrschaft über andere Nationenzu crthcilcn, daß jene Gesetze derselben Republik dann nachtheilig wurden, wenn diese einen gewissenGrad von Größe erreicht hatte. Jene Gejetze waren nämlich von der Art, daß sie wohl eine großeNation zu schaffen, nicht aber zu leiten vermochten. Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwi,scheu solchen Gesetzen, welche ein Volk zu Herren der Welt zu machen, Nmd zwischen jenen, welcheein Volk auf seiner erlangten Höhe zu erhalten im Staude sind (S. 8a.).
Analogie. Was Gesetze einer Nation sind, das .ist der Wissenschaft die Me-thode. Auch von dieser läßt sich behaupte», daß sie ihrer Wesenheit nach oft sehr geschicktsey, die größte Ausbeute iu der Wissenschaft zu gewähren; daß sie aber zu gleicherZeit einer g wissen Einseitigkeit willen, die ihrer Natur nach unter einander verflochtenenTheile der Wissenschaft gewaltsam trennt, oder wenn sie dieß nicht thut, das Ganze derWissenschaft in ein falsches Licht setzt, welches Letztere noch weit ärger ist.
Fühlen wir uns einerseits gedrungen, jene großen Entdeckungen anzustaunen, welchedem Reiche der Naturphilosophie durch die mathematisch-atomistische Methode zu Theil ge-worden ist, so könnten andrerseits folgende Fragen in uns entstehen, die wir hier ohneAnmaßung eines Bessern in der Demnth des Forschenden anzustellen wagen: Hat nichtdie atomistssch-mathematische Methode uns dahin geführt, die Narur, statt in ihrem Gan-zen, siart sie als ein harmonisch Zusammenhängendes, als ein einziges Bild zu betrachten,das für V rstand und Phantasie für uns den höchsten Zauber enthalten sollte; jenes Mei-sterwerk der Philosophie und Kunst, bloß in Bruchstücken zu betrachten, die entwederallein zur kalten Vernunft oder bloß zu einer unbeschränkten regellosen Einbildungs-kraft sprechen? oder, was noch weit schlimmer wäre: Ist es nicht die atomisiisch-mathematische Methode, welche uns verleiten möchte, allen Erscheinungen mechanische Be-wegungen der unbelebten Materie zu unterschieben, und solchermaßen die verkörperte Dar-stellung des höchsten Gedichtes, aus solche Bewegungen und Formen zu reducircn, welchealler Individualität, aller Selbstbestimmung, aller Spontaneität unfähig, in selavischerBothmäßigkeit, mit der Kalte und Starrheit des Todes, den unerbittlichen steifen Gesetzenmathematischer Formeln unterworfen wären? Würde eine mehr geistige Ansicht der Natur,wobcy wir in kindlicher Unbefangenheit die Erscheinungen als das annehmen möchten, wassie sind, und nicht nach einseitigen Schulansichten, die uns nur durch die Gewohnheit alsnatürlich erscheinen, den mannigfaltigsten Erscheinungen immer nur die insipidc Form von
Aaa