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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
Entstehung
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wie nothwendig sey, zusammen zu halten, und sich gemeinschaftlich zu vcrcheidigen.Höchst gefährlich hingegen wird jedes Ereigniß, wobei), der Einheit schnell zu veran-lastender Maaßrcgeln willen, die Gewalt an einen Einzelnen, wenn auch auf kurze Zeit,übertragen werden muß; oder wobey Uebermuth in der Nation und Mißbrauch der Frey-heit entstehen kann; beydes fuhrt zue Unterjochung, die gewöhnlich weit drückender ist, alsjene in schon alten monarchischen Verfassungen, ja die beynahe allemal an Sciaverey granzt;indem der noch allgemein herrschende Sinn für Frcyheit die ungebundene regellose Zügcl-losigkeic demjenigen, der sich zum Alleinherrscher emporgeschwungen hat, nothw ndigmachen, die schrecklichsten Maaßregeln für seine bloße Erhaltung zu ergreifen, und soschleicht sich denn der fürchterlichste Despotismus in die Grundzüge der neuen Regierungö-form ein.

§. z6o. Die wahre Einheit an einem politischen Körper ist jene, wobey alle Parthcyen/ mögendieselben einzeln gegen einander betrachtet, einander auch »och so sehr entgegen zu wirken scheinen,beytragen, das öffentliche Beste zu befördern. Eine nur scheinbare Einheit, in Wirklichkeit eineTrennung/besteht hingegen in einer unbeschrankten monarchischen Verfassung. Hier ist die Verbin.'duug des Landmanns, des Kriegers, des Kaufmanns, des Bürgerlichen, dcs Adelichcn, unter cinan.'der nur scheinbar, und sie besteht bloß darum, weil die Einen die Andern, ohne einen Widerstandzu erleiden, zu unterdrücken vermögen. Wenn man hier eine Verbindung auch wahrnimmt, so sindes nicht Staatsbürger, welche unter cinandcr vcrbundcn sind; nein! es sind Leichname in bestimmtenReihen neben cinandcr begraben (S. 82.).

Das Resultat welches sich bey der gleichzeitigen Aeußenmg mehrerer Bestrebungendarstellt, ist nur dann als Resultat der Gesammcwirkung aller jeuer Bestrebungen zu be-trachten, wenn in das System dieser Bestrebungen nicht ein Umstand von Außen gewalt-sam eingreift, welcher dieselben in ihrer sreyen Ausübung hindert.

Analogie. Man denke sich irgend eine Anzahl materieller Punkte in einem unver-schiebbaren Zusammenhange unter einander, jedoch so, daß alle diese Punkte zu gleicherZeit um einerlei) unbewegliche Ape gedreht werden können. Man nehme ferners an, daßan allen jenen materiellen Punkten Kräfte angebracht seyen, welche nach solchen Richtungenwirken, daß dieselben, cinzeluwcise gegen cinandcr verglichen, entgegengesetzte Umdrehungs-bcwegungen am Systeme herverzubringen streben, und daß je zwey jener Kräfte allein ge-gen einander wirkend, nie das System in den Zustand der Ruhe versitzt würde. Unddennoch kann dieser Zustand der Ruhe aus der Gesammtwirknng aller Kräfte zusammenerfolgen, in welchem Falle dann der Stillstand am Systeme als Resultat der Ge-sammtwirknng aller zu diesem Systeme gehörigen Kräfte zu betrachten ist. Es könnteaber auch ein Stillstand am Systeme dadurch hervorgebracht werden, daß Kräfte von außensich gewisser Punkte des Systems bemächtigend die Umdrehung hindern möchten. Hierwäre der Stillstand nicht ein Resultat der Gesiammcwirknng jener Kräfte, welche Ursprung-